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ANGELO SOLIMAN – Ein Afrikaner in Wien
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Etta Becker-Donner. Foto: Fotosammlung Museum für Völkerkunde Wien

Reitstiefel, Hausa-Arbeit um 1900, Gebiet des heutigen Nord-Nigeria, Tschadbecken, Nord-Kamerun, Wien, Museum für Völkerkunde © KHM mit MVK und ÖTM

Nur noch bis zum 29. Jänner 2012 im Wien Museum.
Mit Leihgaben aus dem Museum für Völkerkunde Wien.

Die Geschichte des "fürstlichen Hofmohren" Angelo Soliman ist Teil der Wiener Stadtmythologie, nicht zuletzt durch die Schändung und Präparierung seiner Leiche für das kaiserliche Naturalienkabinett: Ein Mann mit außergewöhnlicher Karriere im aufgeklärten Wien wurde im Museum als halbnackter "Wilder" mit Federn und Muschelkette präsentiert.
Soliman ist der erste nichteuropäische Zuwanderer in Wien, dessen Leben ausreichend dokumentiert ist, um ihn als Person zu erschließen. In seiner Biografie sind Emanzipation und Zwangsassimilierung eng miteinander  verwoben. Neben der Biografie von Angelo Soliman und deren historischem Umfeld behandelt die Ausstellung auch die Rezeptionsgeschichte: Idyllische Einordnungen ins alte Wien finden sich ebenso wie phantasievolle Variationen von Musil oder Herzmanovsky-Orlando und antirassistische Kritik der Legendenbildung um den prominenten Afro-Österreicher. Ein weiteres Thema ist die Fortschreibung von Afrikaner-Stereotypen und latentem Rassismus bis heute.

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