Kampfbrustschmuck, Neuguinea, Bleistiftzeichnung, koloriert, Otto Finsch, um 1885, MVK |
F. H. OTTO FINSCH (1839 - 1917) Die Ausstellung zeigt das wissenschaftliche Vermächtnis des deutschen Forschers, Naturwissenschaftlers und Ethnographen Otto Finsch sowohl im ideologischen Kontext der anthropologischen Wissenschaften des 19. Jahrhunderts als auch der deutschen Kolonialinteressen im Pazifik. Von seinen beiden Südsee-Expeditionen (1879-1882 und 1884-1885), die sich vor allem auf die Marshall-, Gilbert- und Karolinen-Inseln, den Bismarck Archipel und auf den östlichen Teil Neuguineas konzentrierten, brachte Otto Finsch exzellente Dokumente seiner wissenschaftlichen Arbeit und eine reiche Sammlung von ethnographischen Artefakten nach Europa zurück. Sechsundzwanzig handgeschriebene Tagbücher, Feldnotizen, Objektkataloge, spezifisch lokalsprachliche Vokabellisten, Skizzen, Zeichnungen und (anthropometrische) Fotografien befinden sich in den Archiven des Museums für Völkerkunde Wien. Annähernd 2000 ethnographische Objekte aus Mikronesien, Melanesien, Polynesien und Australien wie Werkzeuge, Waffen, Muschelgeld, Schmuck und rituelle Objekte reflektieren meisterhaftes handwerkliches Geschick und herausragendes Kunstschaffen. Eine Ausstellung des Museums für Völkerkunde Wien |
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