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Verein Freunde der Völkerkunde

Newsletter I/2008

Inhaltsverzeichnis

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Beiträge:
Gut Behütet ...
Indianer. Ureinwohner Nordamerikas
Go West! Österreicher im Wilden Westen
Auf in die Ferne ...
Rückseite im Vordergrund

Veranstaltungsprogramm
Infos zu Vorträgen und Veranstaltungen

Impressum
Info zum Telekommunikationsgesetz

Dah Hanu-Mann mit Hut. Foto: John Marshall, 2006

Dah Hanu-Mann mit Hut. Foto: John Marshall, 2006

Gut Behütet ...

Der Mann mit dem phantasievoll geschmückten Hut gehört zur ethnischen Gruppe der Dah Hanu in Ladakh. Diese Gruppe indo-europäischer Abstammung übernahm zwar den tibetischen Buddhismus der Ladakhi, verehrt aber weiterhin die Götter ihres "alten" Pantheons. Solche Hüte werden vor allem bei Festen getragen, aber auch anlässlich der seltenen Gelegenheit für ein Portraitfoto. Nach der Aufnahme ging der Hut in die Sammlung des Museums für Völkerkunde Wien über.

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Indianer. Ureinwohner Nordamerikas

Three Fingers, ein Cheyenne. - auf seiner Brust der Große Weiße Vater. Foto: Frank A. Rinehart, 1898. Museum für Völkerkunde Wien, Fotosammlung F20481C

Three Fingers, ein Cheyenne. - auf seiner Brust der Große Weiße Vater. Foto: Frank A. Rinehart, 1898. Museum für Völkerkunde Wien, Fotosammlung F20481C

Die Geschichte der eingeborenen Völker Nordamerikas, bei uns besser bekannt unter der Bezeichnung "Indianer", in den letzten 500 Jahren ist untrennbar verbunden mit der kolonialen und nachkolonialen Erfahrung und ihrer Verarbeitung, mit Prozessen der wirtschaftlichen und ideologischen Globalisierung, in denen die betroffenen Völker nicht nur als hilflose Opfer der europäischen Expansion in die für Europa "Neue Welt" auftreten, sondern stets auch als lokal in ihrem eigenen Interesse handelnde Gruppen. Im Gegensatz zu dieser Geschichte der lebendigen Veränderung und Anpassung steht das westliche Bild der "Indianer", das in erster Linie den Zielen der eigenen Identitätsfindung dient und auf dem Wechselspiel von Abwehr und Verlangen gegenüber abweichenden Lebensentwürfen beruht.

Die Ausstellung "Indianer. Ureinwohner Nordamerikas", die vom 29. März bis 19. Oktober 2008 auf der Schallaburg zu sehen sein wird, wendet sich diesem populären Thema in zeitgemäßer Form zu und verbindet die romantische Faszination der erdachten Welt der "Indianer" mit Einblicken in eine Vielfalt von Lebenswelten und historischen Schicksalen der Urbewohner Nordamerikas. Um einen Kern von Beständen des Museums für Völkerkunde Wien und Leihgaben aus fünfzehn Museen in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Polen und dem Vatikan entwickelt die Ausstellung in sich abgeschlossene und doch miteinander vernetzte Geschichten, die in ihrer Gesamtheit ein anschauliches Bild von Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Bedingungen des Lebens und Überlebens der nordamerikanischen Urbevölkerungen vermitteln.

In zwölf Kapiteln wird der Besucher von den Ursprüngen des "Indianer" in der westlichen Vorstellungswelt, aber auch auf dem amerikanischen Kontinent bis in die Gegenwart geführt, in der die Nachkommen der Urbevölkerung nicht als die von Karl May propagierte "sterbende Rasse", sondern als die am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe Nordamerikas und als Menschen des 21. Jahrhunderts auf sich aufmerksam machen. Dazwischen reiht sich eine Geschichte des ersten Kontakts mit den Europäern (am Beispiel der von James Cook 1778 erstmals besuchten Nootka), des Landverlusts (am Beispiel des St. Lawrence River-Tals zur Zeit der amerikanischen Revolution), und der christlichen Missionierung im Rahmen eines Programms der "Zivilisierung" (am Beispiel der Ottawa, Chippewa und Menominee des westlichen Seengebiets). Der Weg Grönlands und seiner eskimoischen Urbevölkerung von einer dänische Kolonie zu Autonomie und Austritt aus der Europäischen Union illustriert die Auswirkungen der Abhängigkeit der "kleinen Völker" der Welt von den Interessen der großen. Ein Rundgang durch das russische Amerika (Alaska vor dem Verkauf an die USA) zeigt, wie unterschiedlich die Auswirkungen der Handelskolonie auf die verschiedenen lokalen Bevölkerungen waren, während die Sioux und die Apache für das Schicksal der Urbevölkerung in den Indianerkriegen des 19. Jahrhunderts und die Ausprägung populärer Klischeebilder stehen. Thematische Kapitel befassen sich mit Glasperlen als europäischer Handelsware, die gleichzeitig dem Ausdruck kultureller Vielfalt und Veränderung dient, mit Religionen (am Beispiel der benachbarten Hopi und Navajo), und mit "Kunst" als Ausdruck unterschiedlicher Lebenswelten.

Indianer
Ureinwohner Nordamerikas
A-3382 Schallaburg
29. März 2008-19. Oktober 2008

Montag-Freitag 9-17 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage 9-18 Uhr
Weitere Informationen unter www.schallaburg.at

Eine Exkursion des Vereins Freunde der Völkerkunde zu dieser Ausstellung mit einer Führung durch den Kurator, Christian Feest, ist für das Frühjahr 2008 geplant.

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Go West! Österreicher im Wilden Westen

Aufstellung der Sammlung Joseph Klinger im Kaiserhaus, Wien, 1838-1840. Aquarellskizze, zugeschrieben Thomas Ender

Aufstellung der Sammlung Joseph Klinger im Kaiserhaus, Wien, 1838-1840. Aquarellskizze, zugeschrieben Thomas Ender

Mit der Entdeckung der "Neuen Welt" Amerika verbanden sich einschneidende Veränderungen des europäischen Bilds von der Welt und seiner Bewohner. Die frühesten Darstellungen von "Indianern" verbanden Beobachtungen und Berichte aus der Karibik und aus Südamerika mit mittelalterlichen Vorstellungen von "Wilden Leuten" zu einem widersprüchlichen Bild zwischen paradiesischer Unschuld und ungezähmter Wildheit. Viele Elemente dieser Stereotypen wurden schließlich auch auf Abbildungen der nordamerikanischen Urbevölkerung übertragen und mit lokalen Besonderheiten angereichert. Dabei traten im 19. Jahrhundert die berittenen Bewohner der Prärien und Plains als Leitbilder an die Stelle der "Lederstrumpf"-Indianer der an die Atlantikküste angrenzenden Waldländer: Hoch zu Ross, mit wehender Federhaube und mit Pfeil und Bogen bewaffnet, stets auf der Bisonjagd oder auf dem Kriegspfad - wenn sie nicht gerade in ihren Tipis die Friedenspfeife rauchten.

Dem Erfolg dieses Indianerbilds konnte weder die tatsächliche Vielfalt der Lebensformen der amerikanischen Urbevölkerung, noch ihre ständige Veränderung unter europäischen Einflüssen etwas anhaben. Als der Wiener Gustav Fruhmann am Ende des 19. Jahrhunderts in Kanada seine ersten Indianer sah, machte er seiner Enttäuschung darüber Luft, dass sie nicht, wie es ihm aus der Literatur vertraut war, mit Federnschmuck und Kriegsaxt herumliefen, sondern westlich gekleidet waren und ihre Kinder in die Missionsschule schickten. Ähnliche Erfahrungen machten auch andere Österreicher, wie z.B. Erzherzog Franz-Ferdinand auf seiner Weltreise 1892-1893. Dass dem die teilweise Vernichtung der einheimischen Lebensweisen sowie ein oftmals erzwungener Kulturwandel zu Grunde lag, wurde meist verschwiegen. Gleichzeitig fanden Aspekte dieser Bildsprache, wie die imposante Federhaube, Eingang in die indianische Selbstdarstellung, in der sie bis heute fortwirken. Die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fantasie verloren zunehmend an Deutlichkeit.

Im Vordergrund der Ausstellung "Go West. Von Cowboys und Indianern" in der Kunsthalle Krems steht die Darstellung des Indianers in Bild und Wort, vor allem in den Ländern der ehemaligen Donaumonarchie, sowie die nordamerikanischen Objekte österreichischer Sammler, vor allem aus dem 19. Jahrhundert. Schon 1825 schenkte der Pelzhändler Josef Klinger aus Görz dem k.k. Hofnaturalienkabinett Objekte der Plains-Ojibwa, die zu den ältesten erhaltenen Dokumenten dieser Kultur zählen. Ende der dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts wurden sie im Kaiserhaus in der Wiener Ungargasse ausgestellt. Dieses damals im Bild festgehaltene Ensemble wird in der Kunsthalle Krems nach 170 Jahren zum ersten Mal wieder rekonstruiert.

Johann Georg Schwarz, Sohn eines Wiener Pelzhändlers, begann seine Sammeltätigkeit 1820 während eines Aufenthalts in den USA und Kanada. Seine spätere Tätigkeit als erster amerikanischer Konsul in Wien und Sekretär der Missionsgesellschaft "Leopoldinen-Stiftung" erlaubte ihm eine wesentliche Erweiterung seiner Sammlung, von der ausgewählte Beispiele in Krems gezeigt werden.

Der Maler Johann Baptist Wengler war ein Jahr lang als Zeichenlehrer an einer deutschen Schule in Milwaukee tätig. Im Sommer vor seiner Rückkehr nach Europa durchwanderte er Wisconsin und Minnesota und fertigte dabei zahlreiche Portraits von Chippewas und Santee Sioux an, die sich heute im Oberösterreichischen Landesmuseums in Linz befinden und ein weiteres tragendes Element dieser Ausstellung bilden

Ein Graveur für die US-Münzanstalt, Moritz Fürst, entwarf u.a. die an die Indianer bei Vertragsabschlüssen überreichten "Peace Medals" - Beispiele davon sind ausgestellt. Für den berühmten "Indian Head"-Nickel (mit einem Bison auf der Rückseite) stand der Sioux Iron Tail, der mit Buffalo Bills Wild West Show in Wien gastierte, Modell. Plastisch wurde sein Portrait von Joseph Binder in einer ebenfalls ausgestellten Büste modelliert.

Der später in Wien ansässige Steinmetz Moritz Weniger beteiligte sich in seiner Jugend an militärischen Kampagnen der US-Armee gegen die Sioux und Apache. Während dieser Expeditionen gegen trug er eine kleine Sammlung indianischer Gegenstände zusammen. Teile davon werden neben einem in fortgeschrittenem Alter verfassten Zeichenbuch ebenfalls in der Ausstellung präsentiert.

Go West
Von Cowboys und Indianern
Kunsthalle Krems, Franz-Zeller-Platz 3, 3500 Krems
6. April 2008-7. September 2008, tägl. 10-18 Uhr

Weitere Informationen unter www.kunsthalle.at

Eine Exkursion des Vereins Freunde der Völkerkunde zu dieser Ausstellung mit Führung durch den Kurator, Gerard van Bussel, ist für das Frühjahr 2008 geplant.

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Auf in die Ferne ...

In einer Mitgliederbefragung, die bereits 2006 durchgeführt wurde, haben viele unserer Mitglieder ihr Interesse an Kulturreisen bekundet. Erfreulicher Weise ist es uns gelungen für die Jahre 2008 und 2009 eine Kooperation mit einem erfahrenen Veranstalter von individuellen Kulturreisen ins Leben zu rufen: Detlef Kuhnt organisiert und betreut seit über 25 Jahren Reisen nach Indonesien, in zahlreiche arabische Länder und auch die ehemalige Sowjetunion, Spanien, Portugal und Irland liegen auf seiner vielfältigen Reiseroute. Besonders verbunden fühlt er sich mit Ägypten, wo er als Sohn einer deutschen Diplomatenfamilie aufwuchs und Indonesien wurde zu seiner zweiten Heimat als er 1978 Jani Kuhnt-Saptodewo heiratete, die seit 2004 Leiterin der Sammlung Insulares Südostasien an unserem Haus tätig ist.

Für 2008 sind zwei Reisen im Herbst geplant: Im Oktober geht es für 14 Tage nach Ägypten. In Kairo, Luxor und Assuan können Sie die Eindrücke, die Sie vielleicht in der großen Tutenchamun-Ausstellung gewinnen, die ab März 2008 im Museum für Völkerkunde zu sehen ist, erweitern und vertiefen. Im November führt die Reise für 23 Tage auf die indonesischen Inseln Java, Bali und Sulawesi. Eine zweite Reise nach Indonesien im Jahr 2009 wird dann andere Inseln dieses faszinierenden Landes zum Ziel haben. Und auch Marokko und Oman stehen für 2009 auf dem Programm. Neben der Expertise von Detlef Kuhnt ist ein besonderer Vorteil dieser Kooperation, dass die Reisen schon ab einer Teilnehmerzahl von 5 bzw. 8 Personen durchgeführt werden können und auf maximal 15 Teilnehmer begrenzt sind.

Die genauen Termine und Angaben für die Reisen in diesem Jahr werden wir im zweiten Quartalsprogramm 2008 veröffentlichen.

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Rückseite im Vordergrund

Rückseite. Foto: http://mak.at/jetzt/f_jetzt.htm

Rückseite. Foto: http://mak.at/jetzt/f_jetzt.htm

Auch andere Väter haben schöne Töchter - und auch andere Museen Ausstellungen, die für die Mitglieder unseres Vereins von Interesse sein können. Dazu zählt zweifellos auch die Ausstellung "RÜCKSEITE. Verborgene Zeichen des Objekts", die noch bis 23. März 2008 im MAK (Stubenring 5, 1010 Wien) zu sehen ist.

Im Zentrum dieser ungewöhnlichen Schau steht die verborgene Ästhetik der Rückseite, die oft mehr über das Objekt und seine Geschichte aussagt als die so genannte schöne Seite: Herstellungsprozesse lassen sich genau ablesen, Künstler, Sammler, Händler und Museen "verewigen" sich, Bodenmarken, Stempel und Inschriften geben detailliert Auskunft, können aber auch in die Irre führen ...

Erste Schriftzeichen und Marken finden sich schon 1300 v. Chr. auf chinesischen Bronzegefäßen, meist sind es Hinweise auf den Stifter, selten auch Zeitangaben. Diese "Inschriften" sind nicht Teil des Dekors, sondern wurden an verborgenen Stellen angebracht. Mit dem Aufkommen großer Keramikmanufakturen um die Zeitenwende finden sich vermehrt Datumsangaben an den Unterseiten der Gefäße; die kaiserlichen Porzellanmanufakturen verwenden kalligrafisch gestaltete Schriftmarken der jeweiligen Herrscher. Von dieser Tradition ausgehend werden ab dem 16. Jh. Keramiken weltweit mit Fabriks- oder Besitzermarken versehen. Unterseiten lassen aber auch die Herstellungstechniken erkennen und können so über "echt oder nicht echt" informieren.

In der von Johannes Wieninger kuratierten Ausstellung wird die Kehrseite der Keramiken ins Licht gerückt und die Aufmerksamkeit auf Bronzen, Holz- bzw. Lackarbeiten gerichtet, die auf außergewöhnliche Weise ihren Weg in die MAK-Sammlung gefunden haben.

Seit der Neueröffnung des MAK im Jahr 1993 präsentierte sich die Ostasiensammlung permanent mit über vierhundert ausgestellten Objekten als umfangreiche Studiensammlung, immer wieder bereichert durch Sonderausstellungen mit Schwerpunkten.

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Vorträge und Veranstaltungen

Warteschlange vor einem Wahllokal. Foto: Michael Lidauer

Warteschlange vor einem Wahllokal. Foto: Michael Lidauer

Donnerstag, 17. Januar 2008, 18.30 Uhr
Vortrag mit Lichtbildern
EU-Wahlbeobachtung in Liberia (Westafrika) 2005:
Der Bericht eines Langzeit-Wahlbeobachters

Mag. Michael Lidauer, Austrian Study Centre for Peace & Conflict Resolution, Stadtschlaining

Nach 14-jährigem Bürgerkrieg fanden in Liberia (Westafrika) im Herbst des Jahres 2005 freie Parlaments-, Senats- und Präsidentschaftswahlen statt. Diese Wahlen wurden mit Unterstützung der UNO durchgeführt und von der EU beobachtet. Das Ergebnis: Eine Regierung, die unter anderem ehemalige Warlords mit einschließt, und die erste jemals gewählte Präsidentin eines afrikanischen Staates, Ellen Johnson-Sirleaf.

Der Vortrag beleuchtet zuerst die Konfliktgeschichte der Region und die Regentschaft Charles Taylors bis zum Friedensabkommen von Accra. Danach erläutert Michael Lidauer die Strukturen und Ergebnisse einer EU-Wahlbeobachtung aus der Perspektive eines Langzeit-Wahlbeobachters und stellt die Schritte des Wahlprozesses ebenso dar wie die lokalen Lebensverhältnisse nach dem Bürgerkrieg, die mit den Wahlen verbundenen Hoffnungen der Bevölkerung, sowie die Ergebnisse des Wahlausganges. Der Vortrag wird durch eindrückliche Bilder des EU und UN Einsatzes in der Krisenregion unterstützt.

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Vitrinenentwurf für die Schausammlung. Foto: Christian Schicklgruber

Vitrinenentwurf für die Schausammlung. Foto: Christian Schicklgruber

Mittwoch, 30. Januar 2008, 18.30 Uhr
Vortrag mit Lichtbildern
Virtuelle Preview einer Ausstellung

Dr. Christian Schicklgruber, Leiter der Sammlung Süd-, Südostasien und Himalayaländer


Im Laufe des Jahres 2008 wird die Schausammlung des Museums mit der Regionalabteilung Süd-, Südostasien und Himalayaländer wieder eröffnet. Schwerpunkt dieser Schausammlung sind die religiösen Anschauungen und Praktiken der Region in weitgehender Binnensicht, wie etwa in der Gruppierung indischer Skulpturen gemäß ihrer Zuordnung in "Götterfamilien" und deren Erklärung mit Auszügen aus der klassischen indischen Literatur oder in der Aufstellung buddhistischer Darstellungen nach ihrer Verortung in der buddhistischen Erklärung der Welt.

Anhand von Lichtbildern wird der Kurator in einer Vorschau durch die Ausstellung führen. Die Meinung des Publikums ist dabei äußerst erwünscht.

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Mittwoch, 13. Februar 2008, 18.30 Uhr
Film (in englischer Sprache)
Ancient Futures. Learning from Ladakh

Eintritt frei
Freiwillige Spenden für die Tibetan Women's Association in Leh, Ladakh sind willkommen

What happens when modern development encroaches upon an ancient culture high in the harsh Tibetan plateau of northern India? Not even Ladakhis - mostly Buddhists with deep spiritual ties to the earth - can resist the onslaught of an increasingly global economy. This insightful case study, based on Helena Norberg-Hodge's book of the same title (published by Sierra Club Books in 1991), examines how development, with its attendant seductive images of glamor and gadgets promising life free of hardship, destroys social and ecological bonds.

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Objekte der Feuerländer aus den Sammlungen von Martin Gusinde und Carl Hagenbeck. Foto: Fotoatelier KHM

Objekte der Feuerländer aus den Sammlungen von Martin Gusinde und Carl Hagenbeck. Foto: Fotoatelier KHM

Donnerstag, 28. Februar 2008, 18.00 Uhr
Ethnographisches Kabinett*
Drei Reisen Feuerland

Dr. Claudia Augustat, Leiterin der Sammlung Südamerika, Museum für Völkerkunde Wien

1881 kamen 11 Feuerländer auf dem Schoner "Theben" unter dem Kommando eines Kapitän Schweers nach Hamburg, wo sie als Protagonisten einer Völkerschau in Hagenbecks Tierpark auftraten. 1882 starben fünf von ihnen an den Folgen von Schwindsucht, Masern und Lungenentzündung in der Schweiz.

Der Styler Missionar Martin Gusinde bereiste zwischen 1917 und 1923 mehrmals Feuerland und dokumentierte in einem monumentalen Buch die Kultur der dort lebenden Menschen.

Von beiden Reisen zeugen heute ethnographische Objekte in der Südamerika-Sammlung des Museums für Völkerkunde. Sie geben Einblick in eine beinahe verschwundene Kultur, auf deren Spuren sich Claudia Augustat im Januar 2008 nach Chile begibt.

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Ein Lao Theung-Mädchen, ein Mitglied der Oberschicht der Lao Loum in Hoftracht und ein Hmong-Mädchen der Lao Soung. Foto: Margit Wagner, 2005

Ein Lao Theung-Mädchen, ein Mitglied der Oberschicht der Lao Loum in Hoftracht und ein Hmong-Mädchen der Lao Soung. Foto: Margit Wagner, 2005

Mittwoch, 12. März 2008, 18.30 Uhr
Multimediale Bilderreise
Laos. Vom Sagenreich zur Volksdemokratie

Mag. Margit Wagner

Eingeschlossen von hohen Bergen und ohne Zugang zum Meer liegt Laos versteckt und verborgen in Mitten der südostasiatischen Halbinsel. "Les Laos" wie es die Franzosen während ihrer Herrschaft auf Grund der vielen Volksstämme nannten, ist ein sanftes, verträumtes Land und hat seinen Besuchern neben dem kulturhistorisch einzigartigen Städtchen Luang Prabang, der prähistorischen Ebene der Tonkrüge, der Hauptstadt Vientiane und dem Khmer-Heiligtum Wat Phou vor allem viel Natur zu bieten.

"Lane Xang Hom Khao - Land der eine Million Elefanten unter dem weißen Schirm" hieß es einmal ... die Elefanten sind heute seltener geworden und aus dem Königreich mit dem poetischen Namen entwickelte sich nach einer bewegten Geschichte ein volksdemokratischer Einparteienstaat, in dem vom Wirtschaftswunder Asien noch nichts zu bemerken ist.

Laos ist anders und auch wenn die eine oder andere moderne Errungenschaft bereits Einzug gehalten hat, ist es eine der wenigen Gegenden wo man noch träumen und dem Geist der Vergangenheit begegnen kann ...

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Infos zu Vorträgen und Veranstaltungen

*Ethnographische Kabinette
Depotführungen, Atelier- und Objektbesprechungen
Begrenzte Teilnehmerzahl
Bitte um Anmeldung unter Tel. 52524-5052 oder -5053 oder info@ethno-museum.ac.at

Kostenbeitrag:
4 € für Mitglieder des Vereins Freunde der Völkerkunde
6 € für Nichtmitglieder
Treffpunkt: Eingangsbereich des Museums

Vorträge und Lesungen
Freier Eintritt für Vereinsmitglieder
Kostenbeitrag für Nichtmitglieder 4 €
Seminarraum bzw. Vortragssaal des Museums für Völkerkunde Wien
(wenn nicht anders angegeben)
Neue Burg, Heldenplatz, Wien 1

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Impressum

Herausgeber, Eigentümer und Verleger:
Verein "Freunde der Völkerkunde"
Museum für Völkerkunde, Neue Burg, 1010 Wien
freunde@voelkerkunde.at
Tel.: (01) 52524-5052 oder -5053
Redaktion: Dr. Christian F. Feest und Dr. Claudia Augustat

Homepage des Vereins Freunde der Völkerkunde: www.voelkerkunde.at
Homepage des Museums für Völkerkunde, Wien: www.ethno-museum.ac.at

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Info zum Telekommunikationsgesetz

Seit 1. März 2006 gelten neue Bedingungen für die Zusendung elektronischer Informationen (Änderung des § 107 Telekommunikationsgesetz). Darin geht es vor allem um die Eindämmung der Spam-Flut, die uns immer noch mehr überschwemmt.
Die Novelle sieht vor, dass die Zusendung von E-Mails, Faxnachrichten, Telefonanrufen und SMS ohne vorherige Einwilligung des Empfängers (egal ob Privatperson oder Unternehmen) unzulässig ist, wenn diese zu Werbezwecken erfolgt oder auch ohne Werbezweck an mehr als 50 Empfänger gerichtet ist.
Falls Sie also versehentlich in unseren Verteiler gerutscht sind und keine Newsletter vom Verein Freunde der Vökerkunde mehr erhalten wollen, bitten wir Sie hiermit, sich mittels einer kurzen Rückmeldung bei uns abzumelden. Ihre E-Mailadresse wird dann sofort aus unseren Verteilerlisten entfernt.
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Vielen Dank für Ihre Mithilfe.
Verein "Freunde der Völkerkunde"

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