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Verein Freunde der Völkerkunde

Newsletter II/2008

Inhaltsverzeichnis

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Beiträge:
Indianer. Ureinwohner Nordamerikas
Ethnocineca - Anthropologische Filmwerkschau
Schätze aus dem nationalen Palastmuseum, Taiwan
Reisen nach Ägypten und Indonesien

Veranstaltungsprogramm
Infos zu Vorträgen und Veranstaltungen

Impressum
Info zum Telekommunikationsgesetz

"Pooley Mana, das Schmetterlings-Mädchen". Zeichnung von Kyrat Tuvehoema (1914-1942, Hopi, Arizona), 1940. Sammlung James T. Bialac, Phoenix, AZ. Foto: Mark Hendrickson

"Pooley Mana, das Schmetterlings-Mädchen". Zeichnung von Kyrat Tuvehoema (1914-1942, Hopi, Arizona), 1940. Sammlung James T. Bialac, Phoenix, AZ. Foto: Mark Hendrickson

INDIANER. Ureinwohner Nordamerikas

Während im Museum für Völkerkunde Wien bis 28. September 2008 "Tutanchamun" zu Gast ist, zeigt das Museum auf der Schallaburg vom 29. März bis 18. Oktober 2008 als eigene Ausstellung "Indianer. Ureinwohner Nordamerikas". Das Thema ist (wie bei Tutanchamun) nicht ganz neu, seine Darstellung bietet aber doch einige Überraschungen. Neben den bedeutenden Beständen des Museums für Völkerkunde Wien sind Leihgaben aus mehr als einem Dutzend anderer europäischer Sammlungen zu sehen.

Am 21. Juni 2008 veranstaltet der Verein Freunde der Völkerkunde eine Exkursion auf die Schallaburg.
Siehe auch unser Veranstaltungsprogramm.

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ETHNOCINECA - Anthropologische Filmwerkschau

Nikolaus Geyrhalter, "Elsewhere" (Österreich 2001). Bei der ETHNOCINECA am 24. Mai 2008 um 20.10 Uhr

Nikolaus Geyrhalter, "Elsewhere" (Österreich 2001). Bei der ETHNOCINECA am 24. Mai 2008 um 20.10 Uhr

Die ETHNOCINECA ist eine anthropologische Medienwerkschau, die ihren Ursprung und Schwerpunkt im Dokumentar- und anthropologischen Film hat. Sie möchte Menschen, die mit Film/Video sowie Fotografie und anderen interaktiven Interventionen zu soziokulturellen oder anthropologischen Themen arbeiten/denken/fühlen, Raum und Zeit zur Präsentation und Reflexion bieten. Gezeigt werden vor allem Filme "von Menschen für Menschen", die als soziokulturelle, politische und ökonomische Wesen viele verschiedene Möglichkeiten gefunden haben sich zu organisieren. Die Frage nach verschiedenen Formen der Intervention gegenüber vorherrschenden Verhältnissen und Strukturen ist ebenfalls Programm der Ethnocineca. Lokaler Lebensraum und kulturelle Identifikation (scheinen) Hand in Hand zu gehen. Welche Formen der Auseinandersetzung gibt es mit den bestehenden soziokulturellen, politischen und ökonomischen Verhältnissen und wie werden diese lokal und global praktiziert?

Die Idee der "Ethnocineca" ist gleichzeitig ein Angebot an alle Kultur- und Kunstschaffenden durch einen audiovisuellen Beitrag, Aufmerksamkeit und neue Perspektiven auf Handlungsräume zu werfen und diese mit einer interessierten Öffentlichkeit zu thematisieren, sowie zu diskutieren. Bilder als Eigen- und Besonderheit der intra- und interkulturellen Kommunikation wollen genutzt werden um das Wirkungsfeld der Reflexion zu erweitern und so soll auch ein Beitrag über die symbolische Ebene hinaus geleistet werden. Durch kulturelle Partizipation wollen wir einen Einblick in die Vielseitigkeit soziokultureller Energien geben. Dies soll, nach Möglichkeit, durch Podiumsdiskussionen, Ausstellungen, Musikveranstaltungen oder auch Buchpräsentationen, etc. erreicht werden. Regionale kulinarische Angebote sollen auf den bevorstehenden Film einstimmen.

Die Ethnocineca bietet damit dem Publikum auch einen Raum zur Auseinandersetzung der Zuseher mit den Inhalten der Beiträge, indem Diskussionen mit dem/der FilmemacherIn oder einem Gast ermöglicht werden. Sie wird in ihrer fünften Auflage erstmals beim SOHO IN OTTAKRING-Festival vom 17.-31. Mai 2008 stattfinden. Diese Kooperation ist für uns auf Grund der migratorischen Hintergründe des 16. Bezirk - Ottakring - eine besondere Freude.

Die Ethnocineca will all diese Menschen gleichermaßen ansprechen und durch das Aufzeigen von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur, sowie dem Ermöglichen eines interkulturellen Dialogs und eines "Zusammenkommens" verschiedener Bevölkerungsgruppen durch eine gemeinsame Teilnahme an der Veranstaltung, Diskussionen, Musikveranstaltungen, etc. das Zusammenleben sowie eine gegenseitige Akzeptanz durch ein verstärktes Bewusstsein und Verstehen von Diversität und Gemeinsamkeit fördern. Durch freien Eintritt bzw. eine freiwillige Spende soll allen Bevölkerungsgruppen, egal aus welcher Einkommensschicht, die Teilnahme ermöglicht werden und damit unser Ziel verwirklicht werden.

Ort der Veranstaltung:
Radowan Halle, Yppenplatz, 1160 Wien

Eröffnung: 20. Mai 2008
ab 19.30 Uhr: Ethnofest, Badeschiff, 1010 Wien, Donaukanallände. 4 Floors (+ Pool) mit DJs und Live Bands

Programmverlauf: 21. bis 24. Mai 2008
Moderation und Filmstart Teil 1: 18.45 Uhr
Moderation & Filmstart Teil 2: 20.45 Uhr
Start musikalisches Line-up: ab 22.30 Uhr bis Open End
Am letzten Veranstaltungstag (24. Mai 2008) findet zudem zwischen 22.30 und 23 Uhr eine Tombola statt.

Anmerkung: Bei einigen Filmen sind unter Anwesenheit der FilmemacherInnen Podiumsdiskussionen vorgesehen, daher kann sich der Verlauf des Programms geringfügig ändern. Das aktuelle Programm finden Sie auf www.ethnocineca.at

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SCHÄTZE AUS DEM NATIONALEN PALASTMUSEUM, TAIWAN

Krug mit röhrenförmigen Henkeln, südliche Song-Dynastie (1127-1279), Steinzeug, Guan-Ware, National Palace Museum, Taiwan, Inv.-Nr. Guci 13477

Krug mit röhrenförmigen Henkeln, südliche Song-Dynastie (1127-1279), Steinzeug, Guan-Ware, National Palace Museum, Taiwan, Inv.-Nr. Guci 13477

26. Februar bis 13. Mai 2008
Kunsthistorisches Museum Wien

Die Sammlung des Nationalen Palastmuseums in Taiwans Hauptstadt Taipeh geht auf eine 1000-jährige Tradition kaiserlicher Sammlertätigkeit zurück; sie gilt als die weltweit umfangreichste und kostbarste Sammlung chinesischer Kunst. In der Song-Zeit (960-1279) gegründet und erstmals katalogisiert überlebte sie alle Dynastiewechsel, Fremdherrschaften und Kriegswirren, da die Bewahrung des kulturellen Erbes zu einer der Hauptaufgaben der chinesischen Kaiser bei der Erfüllung ihres "himmlischen Mandates" gehörte.

Der Höhepunkt in dieser 1000-jährigen Geschichte des Sammelns wurde in der Qing-Dynastie (1644-1911) erreicht, als deren unermüdlichster Sammler sich Kaiser Qianlong (reg. 1736-1795) erwies. Von manchen wird er sogar als größter Kunstsammler in der Weltgeschichte bezeichnet. Diese umfassende Schatzkammer ging auf das 1925 zunächst in Beijing gegründete Palastmuseum über. Wegen der Wirren des Japanisch-Chinesischen Krieges und des Bürgerkriegs in China hatten die wichtigsten Objekte der Sammlung zwischen 1933 und 1965, als Taipeh auf Taiwan als neuer Standort des Museums festgelegt wurde, eine lange Odyssee hinter sich zu bringen.

Etwa 120 dieser einzigartigen Kunstschätze werden in dieser Ausstellung gezeigt. Darunter befinden sich Ritualjaden und Bronzegefäße, Höhepunkte aus der weltberühmten Keramik- und Porzellansammlung des nationalen Palastmuseums, wertvolle Lack- und Emailarbeiten, Goldobjekte, Elfenbein- und Bambusschnitzereien sowie Werke der berühmtesten chinesischen Meister der Kalligraphie und Malerei, dazu Stücke aus der Sammlung wertvoller Bücher und Dokumente. Die Besucher dieser außergewöhnlichen Ausstellung erwartet ein faszinierender Einblick in die Kunst einer der ältesten Kulturen der Welt.

Kuratorin: Mag. Renate Noda, Mitarbeiterin der Sammlung Ostasien, Museum für Völkerkunde Wien

Ort: Kunsthistorisches Museum
Maria Theresien-Platz
1010 Wien
Tel.: +43 1 525 24- 4025
Fax +43 1 525 24- 4098
info@khm.at
www.khm.at

Öffnungszeiten:
Di - So 10.00 - 18.00 Uhr
Do bis 21.00 Uhr

Führungen zur Ausstellung:
Donnerstag, Samstag, Sonntag um 16.30 Uhr
Guided tours in English upon request,
phone +43 1 525 24- 5202

Mitglieder des Vereins Freunde der Völkerkunde haben zu dieser Ausstellung im KHM freien Eintritt!

Eine Führung für Mitglieder des Vereins Freunde der Völkerkunde mit der Kuratorin der Ausstellung findet am Donnerstag, 8. Mai 2008, 18.00 Uhr statt. Nähere Informationen dazu gibt es im Programmteil.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, erhältlich im Shop des KHM oder online unter www.khm.at.

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REISEN NACH ÄGYPTEN UND INDONESIEN

Der Tempel Pura Ulun Danu am Bratan-See, Bali. Foto Claudia Augustat, 1993

Der Tempel Pura Ulun Danu am Bratan-See, Bali. Foto Claudia Augustat, 1993

Eine Kooperation von Mag. Detlef Kuhnt mit dem Verein Freunde der Völkerkunde

Ägypten
Termin: 1. Oktober-15. Oktober 2008 ab Wien
Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen, max. 15 Personen
Preis je nach Teilnehmerzahl max. 2.850 Euro (inklusive Halbpension, Nilkreuzfahrt (Vollpension), Inlandsflüge und Eintritte.

Anmeldung bis zum 15. August 2008 unter sri.kuhnt@ethno-museum.ac.at
oder Tel.: 0043-1-52524-5105

Die Reise führt von Luxor über Assuan nach Kairo. In Luxor steht unter anderem der Besuch des Karnak-Tempels auf dem Programm, der auch als Schauplatz in Agatha Christies Tod auf dem Nil diente. In Theben-West findet eine ausführliche Besichtigung des Tals der Könige statt, sowie des Tempels der Hatschepsut, die als Frau den Pharaonenthron bestieg. Auf einer viertägigen Nilkreuzfahrt nach Assuan gibt es zahlreiche Ausflüge unter anderem nach Esna, zum Horus-Tempel von Edfu, dem Doppeltempel von Kom Ombo mit seinen Krokodilsmumien, der Insel Agilkia im Assuan-Stausee und dem weltberühmten Tempeln von Abu Simbel. Von Kairo aus geht es zu den Pyramiden von Gizeh und nach Memphis. Auch der Besuch des Ägyptischen Museums steht auf dem Programm. Immer wieder gibt es auch freie Zeit um auf eigene Faust die Souks und Innenstädte zu entdecken.

Das detaillierte Programm schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage zu. Alle Unterkünfte entsprechen dem inländischen 4-Sterne-Standard.

Indonesien I: Java, Bali und Sulawesi
Termin: 2. November-26. November 2008 ab Wien
Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen, max. 15 Personen
Preis je nach Teilnehmerzahl max. 2900 Euro (inklusive Halbpension, alle Inlandsflüge und Eintritte).

Anmeldung bis zum 1. September 2008 unter sri.kuhnt@ethno-museum.ac.at
oder Tel.: 0043-1-52524-5105

Die Reise führt von Jakarta aus über Bandung und das Dieng Plateau mit seinen hinduistischen Tempeln nach Yogyakarta. Die ehemalige Hauptstadt Zentraljavas dient als Ausgangspunkt für Exkursionen zu den weltberühmten Tempelanlagen Borobudur und Prambanan. Weiter geht es nach Ostjava, wo der Vulkankrater des Bromos die Hauptattraktion ist. Mit der Fähre geht es auf die hinduistisch geprägt Insel Bali. Neben dem Besuch zahlreicher Tempel und Tanzvorführungen bieten die traumhafte Strände eine willkommene Erholung auf der Reise bevor es weiter nach Sulawesi in das Land der Toraja geht. Abseits vom Massentourismus gibt es hier die Möglichkeit Einblick in die Lebenswelt und den Totenkult dieser indigenen Gruppe zu gewinnen, die unter anderem für ihre traditionelle Architektur bekannt ist. Auf der gesamten Reise stehen neben den Sehenswürdigkeiten immer wieder Einblicke in die Wirtschaftsweise und das Kunsthandwerk der lokalen Bevölkerung im Zentrum.

Das detaillierte Programm schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage zu. Soweit es möglich ist, entsprechen alle Unterkünfte dem inländischen 4-Sterne-Standard.

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Vorträge und Veranstaltungen

Mittwoch, 9. April 2008, 18.30 Uhr
Vortrag
Verwandtschaft im Haus
Bericht über interdisziplinäre Expeditionen zu den Salar im Nordwesten Chinas

PD Dr. Mareile Flitsch, Technische Universität Berlin, China-Arbeitsstelle

In den Jahren 2005 und 2006 sandte das Deutsche Archäologische Institut in Berlin Archäologen, Technikethnologen, Linguisten, Bauforscher und Dendrochronologen in die Provinz Qinghai und in das Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang, um Haus und Wohnen bei den turkmenischen Salar zu erforschen. Der Vortrag bietet zunächst Einblick in die untersuchte Region und in die Forschung der Wissenschaftler. Im Hauptteil geht es um den spannenden Prozess der Sichtbarwerdung von Bauhistorie durch die ethnologische Aufnahme von Alltagstechniken und Familiengeschichten.

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Mittwoch, 16. April 2008, Einlass 16.00 und 16.30 Uhr
Tutanchamun und die Welt der Pharaonen
Exklusive Einlasszeiten für Mitglieder des Vereins Freunde der Völkerkunde.

Eintritt inklusive Audioguide 15 €
Anmeldungen unter 525 24-5052 oder -5053 oder info@ethno-museum.ac.at

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Johann Baptist Wengler, "Siauck-Indiner", Sioux, Minnesota, 1851. Aquarell. Oberösterreichisches Landesmuseum, Linz

Johann Baptist Wengler, "Siauck-Indiner", Sioux, Minnesota, 1851. Aquarell. Oberösterreichisches Landesmuseum, Linz

Samstag, 19. April 2008
Exkursion zur Ausstellung
Go West - Österreicher im Wilden Westen

Führung: Gerard van Bussel, Kurator der Ausstellung und Leiter der Sammlung Nord- und Mittelamerika, Museum für Völkerkunde Wien
Anschließend Besuch eines Heurigen in der Umgebung von Krems mit gemeinsamen Mittagessen.
Abfahrt 9.30 Uhr (vom Museum für Völkerkunde)
Rückkehr ca. 16.00 Uhr
Kosten: 30 € (Busfahrt, Eintritt, Führung)
35 € (für Nichtmitglieder)

Anmeldungen erbeten bis spätestens 14. April 2008 unter 52524-5052 oder -5053 oder info@ethno-museum.ac.at
Mindestteilnehmerzahl 15 Personen

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Mittwoch, 23. April 2008, 18.30 Uhr
Filmvorführung
A Shamanic Medium of Tsugaru

Ein Film von Yasuhiro Omori
Japan 1994, 93 min.

Da der Vortrag und die Filmpräsentation von Prof. Yasuhiro Omori im Herbst 2007 auf so großes Interesse und Begeisterung gestoßen ist, zeigen wir heuer einen weiteren seiner berühmten ethnographischen Filme, der zahlreiche Auszeichnungen gewann darunter den ersten Preis beim Margaret Mead Film Festival des American Museum of Natural History im Oktober 1994 und den ersten Preis auf der Bilan du Film Ethnographic im April 1995 in Paris.

In der interessanten Dokumentation "A Shamanic Medium of Tsugaru" wird das Leben von Frau Taki Kudo in ihrer Dorfgemeinschaft in Nordjapan beschrieben. Ihre Rolle als schamnisches Medium wird in einzelnen Ritualen beleuchtet und sie erzählt über ihren Werdegang, ihre Kollegen und die Bedeutung ihres Wirken für die Menschen in ihrem Umfeld.

Wir danken Yasuhiro Omori und der japanischen Botschaft in Wien für die Bereitstellung des Films.

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Donnerstag, 8. Mai 2008, 18.00 Uhr
Führung durch die Ausstellung
Schätze des Nationalen Palastmuseums, Taiwan

Kunsthistorisches Museum, Maria Theresien-Platz, Wien 1

Führung mit Mag. Renate Noda, Kuratorin der Ausstellung und Mitarbeiterin der Sammlung Ostasien, Museum für Völkerkunde Wien.
Exklusiv für Mitglieder des Vereins Freunde der Völkerkunde. Begrenzt auf 25 Teilnehmer.

Anmeldungen unter 525 24-5052 oder -5053 oder info@ethno-museum.ac.at

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Kuna-Frau in traditioneller Kleidung, mit Glasperlenschmuck an Unterarmen und Unterschenkeln, arbeitet an einer Mola; Chichimé, westliche San Blas Inseln. Foto: Edith Hobsig, 2003

Kuna-Frau in traditioneller Kleidung, mit Glasperlenschmuck an Unterarmen und Unterschenkeln, arbeitet an einer Mola; Chichimé, westliche San Blas Inseln. Foto: Edith Hobsig, 2003

Mittwoch, 14. Mai 2008, 18.30 Uhr
Vortrag mit Lichtbildern
"Auch Männer nähen Molas"

Dr. Edith Hobsig, Ethnologin, Wien

Die Kuna sind die größte indigene Bevölkerungsgruppe Panamas. Ihr Lebensraum sind die San Blas Inseln vor der Karibikküste sowie die zum Meer herabstreichenden Berghänge und die Schwemmkegel der Flüsse, die größtenteils mit tropischem Regenwald bewachsen sind.

Obwohl sie keineswegs abgeschieden in ihrer autonomen Region Kunayala leben, haben sie sich überwiegend - von Insel zu Insel in unterschiedlicher Art und Weise - für die Bewahrung ihrer traditionelle Lebensweise entschieden: Sie ernähren sich von tropischer Subsistenz-Landwirtschaft und Fischerei, leben in Gemeinschaftshäusern, die aus Stangenholz und Ried errichtet werden, bewegen sich mit Einbäumen fort, die sie selbst produzieren und leben in althergebrachter Rollenverteilung und Hierarchie.

Als Symbol ihrer Identität hat sich die traditionelle Kleidung der Frauen etabliert, vor allem die bunt bestickten Blusen, die in Kuna Mola heißen. Unter dem Einfluss des Tourismus wurden Molas in den letzten Jahrzehnten immer mehr zu einem gewinnbringenden Marktartikel. Das Geld und die Güter, die damit angeschafft werden, verändern jedoch die Lebensweise der Kuna.

In diesem Vortrag wird ein Überblick über das Leben der Kuna auf den San Blas Inseln gegeben, wie es sich der Referentin im Jahr 2003 darstellte. Dabei beleuchtet sie besonders die Auswirkungen, die sich durch den Einfluss des Tourismus ergeben.

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Arbeitszimmer einer spirituellen Heilerin in Thailand. Foto: Reinhard Maurer, 2007

Arbeitszimmer einer spirituellen Heilerin in Thailand. Foto: Reinhard Maurer, 2007

Mittwoch, 28. Mai 2008, 18.00 Uhr
Ethnographisches Kabinett*
Der Palast der Geister. Notizen zu Weltbild und spiritueller Praxis in Südostasien am Beispiel einer Neuerwerbung des Museums für Völkerkunde Wien.

Mag. Reinhard Maurer, Ethnologe, Museum für Völkerkunde Wien

Bei diesem Ensemble von Sammlungsgegenständen handelt es sich um den vollständigen Altar einer spirituellen Heilerin aus Nordost-Thailand. Er zeigt, dass es in der volksreligiöse Praxis der Thailänder eine zweite, vom Buddhismus völlig verschiedene, religiöse Welt gibt: Dieser Altar ist Spiegelbild und zugleich materielle Manifestation eines synkretistischen Weltbildes, in dem noch immer starke hinduistische Elemente aus der Zeit der Indisierung Südostasiens, aber auch höchst lebendige Vorstellungen eines weit älteren Animismus und Ahnenkults koexistieren. Darstellungen des Buddha stehen hier neben den hinduistischen Göttern Brahma und Vishnu, Königen, Mönchen und Naturgeistern.

Die Figuren dieses Altars sind nicht Gegenstand der Anbetung, sondern werden erst durch die rituelle Praxis der Gläubigen zum temporären Aufenthaltsort spiritueller Kräfte ("Palast der Geister"). Da es sich hier um den Altar einer Heilerin (Mo) handelt, war jedoch der weit wichtigere, temporäre Aufenthaltsort spiritueller Kräfte der Körper der Heilerin, die als Medium eine Brücke zwischen der unsichtbaren Welt der Geister (Phii) und den Menschen geschlagen hat.

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Mittwoch, 4. Juni 2008, 18.30 Uhr
Vortrag mit Filmvorführung
Transformation und Trance:
Die Òrìshà-Religion Trinidads, Teil 1

Dr. Patric Kment, Ethnologe, Universität Wien

Mittwoch, 11. Juni 2008, 18.30 Uhr
Vortrag mit Filmvorführung
Transformation und Trance:
Die Òrìshà-Religion Trinidads, Teil 2

Dr. Patric Kment, Ethnologe, Universität Wien

Als einer der wenigen Forscher filmte Patric Kment die Rituale der Òrìshà-Religion auf Trinidad. Dieser ursprünglich afrikanische Glaube der Yoruba ist mit dem transatlantischen Sklavenhandel nach Trinidad gelangt. Die Òrìshà-Rituale beinhalten Zeremonien aus Tanz, Opferungen, Trommeln und Gesang. Die Trommel gilt hier als das wichtigste Verbindungsinstrument zwischen Mensch und Göttern.

Für uns sind die Rituale für die Òrìshà doppelt interessant: Erstens geben sie Einblick in die fast 500jährige kollektive Erfahrung von Menschen afrikanischer Herkunft in der Diaspora. Zweitens kann uns die Intensität der Trommelrhythmen auf einer verborgenen Bewusstseinsebene Erkenntnisse vermitteln, die uns einen Blick auf uns selbst und unsere innersten Bedürfnisse aufzeigen.

Patric Kment wird in seinem zweiteiligen Vortrag zunächst die historischen und soziokulturellen Hintergründe der Òrìshà-Religion erläutern und danach religiös signifikante Teile seines Films zeigen, die ein tieferes Verständnis dieser komplexen Materie ermöglichen.

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Knabenjacke mit Glasperlendekor. Teton Sioux (?), um 1910. Museum für Völkerkunde Wien 161659 (Slg. C. und A. Vonwiller)

Knabenjacke mit Glasperlendekor. Teton Sioux (?), um 1910. Museum für Völkerkunde Wien 161659 (Slg. C. und A. Vonwiller)

Samstag, 21. Juni 2008
Exkursion zur Ausstellung
Indianer. Ureinwohner Nordamerikas

Schloss Schallaburg, 3382 Schallaburg

Führung: Univ.-Prof. Dr. Christian Feest, Kurator der Ausstellung und Direktor des Museums für Völkerkunde Wien

Abfahrt 9.30 Uhr (vom Museum für Völkerkunde)
Rückkehr ca. 17.00 Uhr
Kosten: 35 € (Busfahrt, Eintritt, Führung)
40 € (für Nichtmitglieder)

Anmeldungen erbeten bis spätestens 1. Juni 2008 unter 525 24-5052 oder -5053 oder info@ethno-museum.ac.at
Mindestteilnehmerzahl 15 Personen

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Infos zu Vorträgen und Veranstaltungen

*Ethnographische Kabinette
Depotführungen, Atelier- und Objektbesprechungen
Begrenzte Teilnehmerzahl
Bitte um Anmeldung unter Tel. 52524-5052 oder -5053 oder info@ethno-museum.ac.at

Kostenbeitrag:
4 € für Mitglieder des Vereins Freunde der Völkerkunde
6 € für Nichtmitglieder
Treffpunkt: Eingangsbereich des Museums

Vorträge und Lesungen
Freier Eintritt für Vereinsmitglieder
Kostenbeitrag für Nichtmitglieder 4 €
Seminarraum bzw. Vortragssaal des Museums für Völkerkunde Wien
(wenn nicht anders angegeben)
Neue Burg, Heldenplatz, Wien 1

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Impressum

Herausgeber, Eigentümer und Verleger:
Verein "Freunde der Völkerkunde"
Museum für Völkerkunde, Neue Burg, 1010 Wien
freunde@voelkerkunde.at
Tel.: (01) 52524-5052 oder -5053
Redaktion: Dr. Christian F. Feest und Dr. Claudia Augustat

Homepage des Vereins Freunde der Völkerkunde: www.voelkerkunde.at
Homepage des Museums für Völkerkunde, Wien: www.ethno-museum.ac.at

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Info zum Telekommunikationsgesetz

Seit 1. März 2006 gelten neue Bedingungen für die Zusendung elektronischer Informationen (Änderung des § 107 Telekommunikationsgesetz). Darin geht es vor allem um die Eindämmung der Spam-Flut, die uns immer noch mehr überschwemmt.
Die Novelle sieht vor, dass die Zusendung von E-Mails, Faxnachrichten, Telefonanrufen und SMS ohne vorherige Einwilligung des Empfängers (egal ob Privatperson oder Unternehmen) unzulässig ist, wenn diese zu Werbezwecken erfolgt oder auch ohne Werbezweck an mehr als 50 Empfänger gerichtet ist.
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Vielen Dank für Ihre Mithilfe.
Verein "Freunde der Völkerkunde"

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