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Verein Freunde der Völkerkunde

Newsletter I/2011

Inhaltsverzeichnis

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ABSCHIED VON CHRISTIAN FEEST
BALINESE ART IN TRANSITION
DIE KULTUR DER KULTURREVOLUTION
FORSCHUNGSPROJEKT - OTTO FINSCH
DANKE SCHÖN! HELFEN SIE AUCH WEITER TATKRÄFTIG MIT

VERANSTALTUNGSPROGRAMM
INFOS zu Vorträgen und Veranstaltungen

IMPRESSUM
INFO zum Telekommunikationsgesetz


ABSCHIED VON CHRISTIAN FEEST

Sitting Bull war eine der erfolgreichen Ausstellungen, die Christian Feest kuratierte. Foto: Library of Congress, Washington

Sitting Bull war eine der erfolgreichen Ausstellungen, die Christian Feest kuratierte
Foto: Library of Congress, Washington

Aus Sicht des Vorstands des Vereins Freunde der Völkerkunde endete das Jahr 2010 bedauerlicherweise mit dem Rücktritt von Christian Feest als Direktor des Museums für Völkerkunde. Zwischen ihm und der Geschäftsführung und Generaldirektion des Kunsthistorischen Museums bestand Uneinigkeit über die Zukunft des Museums im Zusammenhang mit der geplanten Fusion mit dem Österreichischen Museum für Volkskunde. Die Generaldirektorin Sabine Haag übernahm im November die interimistische Leitung des Völkerkundemuseums. Christian Feest bleibt als Wissenschaftler noch bis Ende August 2011 am Haus und wird bis dahin auch seine Agenden im Vorstand des Vereins weiter wahrnehmen.

Wir möchten an dieser Stelle Christian Feest für sein Engagement danken mit dem er in den letzten sechseinhalb Jahren die Geschicke des Museums lenkte. Auch in unserem Verein hat er vieles bewegt. Zum Glück scheidet er auch mit einem lachenden Auge, warten doch schon andere internationale Projekte auf ihn, die ihn hoffentlich auch immer wieder nach Wien führen werden.

Der Vorstand

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BALINESE ART IN TRANSITION

I Gusti Nyoman Lempad, c. 1935: Illustration für das balinesische Märchen „Ni Bawang und Ni Kesuna“, Slg. Potjewyd, Inv. Nr. 130.916; Foto: Fotoatelier KHM

I Gusti Nyoman Lempad, c. 1935: Illustration für das balinesische Märchen „Ni Bawang und Ni Kesuna“, Slg. Potjewyd, Inv. Nr. 130.916; Foto: Fotoatelier KHM

Im Jahr 1946 schenkte die in Indonesien geborene Österreicherin Helene Potjewyd dem Museum für Völkerkunde Wien eine Sammlung, die sie zu Beginn der 1930er Jahre als Geschäftsführerin eines Souvenirgeschäfts in Bali erworben hatte. Jüngste Forschungen haben gezeigt, dass die Sammlung zahlreiche Werke der Mitglieder eines vom russisch-deutschen Maler und Musiker Walter Spies gegründeten Künstlerkreises enthält, der für die Entwicklung der balinesischen Kunst des 20. Jahrhunderts von herausragender Bedeutung war. Außerdem enthält die Sammlung auch Werke von dem mittlerweile zur Berühmtheit gelangten Maler I Gusti Nyoman Lempad sowie Schnitzereien vieler anonymer balinesischer Künstler. Die Sammlung bietet spannende Einblicke in die balinesische Kunstszene im Spannungsfeld zwischen Tradition, Jugendstil und Art Déco. In dieser Ausstellung werden die Werke zum ersten Mal dem Publikum präsentiert.

Museum für Völkerkunde Wien
2. Februar – 2. Mai 2011

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DIE KULTUR DER KULTURREVOLUTION - PERSONENKULT UND POLITISCHES DESIGN IM CHINA VON MAO ZEDONG

Wecker, Zifferblatt mit Roten Garden, Sekunden-Schwenkarm mit „Mao-Bibel“, ca. 1970, Privatbesitz H. Opletal. Foto: Fotoatelier KHM

Wecker, Zifferblatt mit Roten Garden, Sekunden-Schwenkarm mit „Mao-Bibel“, ca. 1970, Privatbesitz H. Opletal.
Foto: Fotoatelier KHM

Die vom China-Experten und ehemaligen ORF-Journalisten Helmut Opletal kuratierte Ausstellung setzt ihren Schwerpunkt auf Alltagsobjekte und die vielfältigen Ausformungen der politischen Propaganda in der Zeit von 1966 bis 1976. Es war die Ära der Massenaufmärsche, der Roten Garden, eines beinahe religiös anmutenden Personenkults, aber auch politischer Verfolgungen von Intellektuellen und missliebigen Politikern. So hat die chinesische „Kulturrevolution“ durchaus zwei Gesichter: Die Suche nach einer egalitären und idealen Gesellschaft auf der einen Seite, menschenverachtende politische Kampagnen und die Zerstörung unschätzbarer Kulturgüter auf der anderen. Die Ausstellung will diese widersprüchlichen Seiten der chinesischen Zeitgeschichte und Alltagskultur bewusst kritisch beleuchten. Die gezeigten Gegenstände reichen von Mao-Abzeichen, Skulpturen, Plakaten und Fotodokumenten bis zu mit Mao-Bildern und vielfältigem Propagandadesign dekorierten Gebrauchsgegenständen, die damals bis in den letzten Winkel der chinesischen Gesellschaft drangen. Ein großer Teil der ausgestellten Stücke stammt aus der „Sammlung Opletal“, die das Museum für Völkerkunde 2005 erworben hat, und die durch weitere Sammlungen und Zukäufe des Museums sowie private Leihgaben (unter anderem aus der „Sammlung Sigg“ chinesischer Avantgardekunst zum Thema „Kulturrevolution“) ergänzt werden.

18. Februar bis 19. September 2011
Eröffnung 17. Februar 2011

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FORSCHUNGSPROJEKT: DER WISSENSCHAFTLICHE SÜDSEE-NACHLASS DES DEUTSCHEN ZOOLOGEN UND ETHNOGRAPHEN OTTO FINSCH (1839 - 1917) IN DEN BESTÄNDEN DES MUSEUMS FÜR VÖLKERKUNDE WIEN

Gruppe von Eingeborenen. Gilbert-Inseln, Autor: Otto Finsch, um 1880. Foto: Inv.-Nr.12520 Fotosammlung des Museums für Völkerkunde Wien

Gruppe von Eingeborenen. Gilbert-Inseln, Autor: Otto Finsch, um 1880
Foto: Inv.-Nr.12520 Fotosammlung des Museums für Völkerkunde Wien

Im Rahmen seiner naturwissenschaftlichen Forschungsinteressen reiste der in Schlesien geborene und vielseitig begabte Kaufmann, Zoologe, Ethnograph und Museumsbeamte Otto Finsch zwischen 1865 und 1875 nach Ost- und Nordeuropa, 1872 nach Nordamerika, 1876 nach Westsibirien sowie 1879-1882 und 1884-1885 in die Inselwelt des pazifischen Ozeans.

In den Archiv- und Depotbeständen des Wiener Museums für Völkerkunde finden sich 26 akribisch geführte Originaltagebücher von seinen beiden Südseereisen, viele hervorragende Skizzen von Menschen und Landschaften wie auch kolorierte Zeichnungen von Gebrauchs-, Wert- und Ritualobjekten, 200 wertvolle, wenn auch qualitativ stark unterschiedliche Fotografien und 1900 sorgfältig dokumentierte ethnographische Gegenstände, die auch seiner beruflichen Laufbahn als Museumskurator in Leiden, Bremen und Braunschweig zu verdanken sind.

Auf seiner ersten Südsee-Expedition (1879-1882) galt sein Hauptinteresse der Inselwelt Mikronesiens. Otto Finsch besuchte nach einem mehrwöchigen Aufenthalt in Hawaii die Marshall-, Gilbert- und Karolinen-Inseln. Von Ponape reiste Finsch nach Neubritannien, Südaustralien und Neuseeland, zurück nach Nordaustralien und Neuguinea. Im Jahr 1887 kaufte Karl Adolph Freiherr Bachofen von Echt einen Großteil der Finsch-Sammlung und schenkte diesen dem k. k. Naturhistorischen Hofmuseum in Wien.

Im Auftrag der deutschen Neuguinea-Companie erkundete Otto Finsch auf dem Schrauben-dampfer „Samoa“ in den Jahren 1884-1885 den Bismarck-Archipel sowie den Osten und Süden Neuguineas; er benannte Küstenabschnitte, Berge, Gewässer, Hafenbuchten und Siedlungen nach deutschen Landstrichen und Städten, nach bekannten Wissenschaftlern, Entdeckern, Kapitänen, hohen Kolonialbeamten und Mäzenen, nach Mitgliedern des Kaiserhauses sowie der deutschen Regierung.

Die „Finschküste“ im Norden Neuguineas und die Stadt Finschhafen am Huon-Golf erinneren auch an seinen Beitrag an der Einrichtung der Kolonie Deutsch-Neuguinea im Nordosten der Insel Neuguineas im Jahr 1884.

Der außergewöhnlich umfangreiche Finsch-Nachlass im Wiener Museum für Völkerkunde sowie seine zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen sind nicht nur herausragende Zeugnisse früher kulturanthropologischer Forschungsarbeit, sondern auch der europäischen Kolonial- und Wissenschaftsgeschichte zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Hierzu findet am 16. März 2011 um 18.00 Uhr ein Ethnographisches Kabinett statt. Mehr Information dazu auch im Programmteil.

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Unsere Volontärinnen in der Ausstellung African Lace. Foto: Julia Binter

Unsere Volontärinnen in der Ausstellung African Lace
Foto: Julia Binter

Ein Aufruf im Vereinsnewsletter hat wunderbare Früchte getragen: unser besonderer Dank gilt den langjährigen Vereinsmitgliedern und Volontärinnen Johanna Cretnik, Eva Richter, Burgl Baustädter, Christine Demuth und Theresa Abensperg- Traun, die mit ihrem tatkräftigen Einsatz in der Abteilung für Textilkonservierung wertvolle Unterstützung bei den Vorbereitungen zur Ausstellung „African Lace“ geleistet haben.

Wie viele kleine und größere Handgriffe notwendig sind, um ein Textilobjekt scheinbar schwerelos vor einer Wand „schweben“ zu lassen, oder anmutig und „fast wie im richtigen Leben“ auf einer Kostümfigurine zu präsentieren - es gab viel zu tun und viel zu entdecken in der Zusammenarbeit mit dem RestauratorInnenteam unseres Hauses.

Christine Demuth, Beatrix Pitsch und Helene Pühringer möchten wir an dieser Stelle herzlich für das Kuvertieren zur Verschickung des Programmfolders danken. Und es gibt auch weiterhin viel zu tun. Wir würden uns sehr freuen, wenn sich zwei bis drei Freiwillige finden würden, die uns 2011 einmal in der Woche bei Büroarbeiten unterstützen würden z.B. bei der Aktualisierung der Adressendatenbank. Interessenten melden sich bitte im Sekretariat des Museums (Tel.: (01) 52524-5052 oder -5053) bei Frau Maier oder Frau Reicher.

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Vorträge und Veranstaltungen

Die Ärzte Gilberto und Benjamín Mahua bei der Vorbereitung einer Operation, Puerto Callao, Ucayali, Peru. Foto: Bernd Brabec 2004

Die Ärzte Gilberto und Benjamín Mahua bei der Vorbereitung
einer Operation, Puerto Callao, Ucayali, Peru
Foto: Bernd Brabec 2004

Dienstag, 11. Januar 2011, 18.30 Uhr
Vortrag anlässlich der Buchpräsentation von Unsichtbare Welten - Mensch/Natur/Übernatur
Unsichtbare Welten, unsichtbare Indianer und unhörbare
Musik: Hexerei und Heilung im Westamazonischen Tiefland

Mag. Bernd Brabec de Mori, Musikethnologe, Graz

Im westlichen Amazonastiefland leben neben indigenen Gruppen auch Einwanderer aus dem peruanischen Hochland und „unsichtbare“ Indianer – jene, die sich kulturell an eine mestizische, „peruanische“ Identität angenähert haben. Durch alle diese Gruppen zieht sich ein magisches Weltbild, das einige konstante Elemente zeigt: Einerseits eine animistische Kosmologie, die von nicht-menschlichen Wesen geprägt wird, andererseits ausgebildete Spezialisten, die mit jenen Wesen in Kontakt treten, yobe oder meraya, im Spanischen médicos, genannt. Innerhalb solcher Kosmologien stehen Gedeih und Verderb, Krankheit und Heilung, soziale Integrität und kulturelle Identität in direktem Zusammenhang mit einer funktionierenden Kommunikation zwischen der Gemeinschaft der Menschen, ihren Spezialisten für magische Beziehungen und den unsichtbaren Welten. Medizinische Handlungen bedingen die Anwendung von Musik, da im spirituellen Raum nur musikalisch kommuniziert werden kann. Religiöse Handlungen sind aber zum Gelingen medizinischer Handlungen ebenso unabdingbar. In diesem Komplex werden Religion, Medizin und Kunst in einer performance synthetisiert. Im Vortrag werden diese Themen anhand von verschiedenen audiovisuellen Beispielen herausgearbeitet und erklärt.

Eintritt frei

Mit freundlicher Unterstützung von Weltladen, Lerchenfelderstr. 18-24, 1080 Wien, www.eza.cc/1080

Mit freundlicher Unterstützung von Weltladen, Lerchenfelderstr. 18-24, 1080 Wien, www.eza.cc/1080

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Interview mit einer Gruppe „Kubu“, Sumatra. Foto: Khaled Hakami 2005

Interview mit einer Gruppe „Kubu“, Sumatra. Foto: Khaled Hakami 2005

Mittwoch, 26. Januar 2011, 18.30 Uhr
Vortrag
Life in the Woods: Leben und Forschen bei Jägern und Sammlern im Regenwald
Mag. Khaled Hakami, Projektmitarbeiter Sammlung Insulares Südostasien, Museum für Völkerkunde Wien

Jäger und Sammler gehören heute zu den am meisten bedrohten Gesellschaften der Welt. Gleichzeitig gibt es wohl kaum eine andere Gesellschaftsform, die aufgrund ihrer enormen Unterschiede zur westlichen Lebensweise so faszinierend auf uns wirkt. Aufbauend auf eigenen Feldforschungen bei Jägern und Sammlern in den Regenwäldern Südostasiens möchte der Vortragende - abseits gängiger Vorstellungen - einen modernen ethnographischen Eindruck dieser Gesellschaften geben. Anhand von Bildmaterial wird die diverse, oftmals überraschende soziale und kulturelle Eigenheit dieser Menschen präsentiert, ihr alltägliches Leben und Überleben dargestellt und gleichzeitig die praktischen und persönlichen Herausforderungen aufgezeigt, die sich für einen westlichen Forscher dort ergeben.

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Tenzin Norbu

Tenzin Norbu

Donnerstag, 3. Februar 2011, 18.30 Uhr
Vortrag in englischer Sprache
Democratization of Tibetan Community in Exile
Tenzin Norbu, Spokesperson and Legislative Counsel of the
Tibetan Parliamentary Secretariat in Dharamsala, India

Tenzin Norbu has been Spokesperson and Legislative Counsel of the Tibetan Parliamentary Secretariat in Dharamsala, India since 2003. In this role he works very closely with the members of the Tibetan Parliament from throughout India, Bhutan, Nepal, Europe and Northern America.

Topics mentioned in his lecture: Democratization of Tibetan Community in Exile: The democracy model, which includes all aspects of modern democratic society at the central and local level in exile community. Middle Way Approach of His Holiness the Dalai Lama: The political stand of His Holiness the Dalai Lama and the Tibetan Government in exile towards finding a peaceful resolution of the Tibet’s issue and its evolution.

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Montag, 7. Februar 2011, 18.00 Uhr
Führung durch die Ausstellung
Balinese Art in Transition
Dr. Sri Kuhnt-Saptodewo, Leiterin der Sammlung Insulares
Südostasien, Museum für Völkerkunde Wien

Die Führung ist begrenzt auf 30 Teilnehmer. Bitte um Anmeldung unter 52524-5052 oder -5053 oder info@ethno-museum.ac.at

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Mittwoch, 23. Februar 2011, 18.30 Uhr
Vortrag
Sklaverei und Gedächtnis in Kayes (Mali/Westafrika)
Dr. Marie Rodet, Institut für Afrikawissenschaften, Universität Wien

Die Region Kayes befindet sich im Südwesten Malis an der Grenze zu Senegal und ihre Geschichte ist eng mit der Sklaverei verbunden, die jedoch nur im Gedächtnis der Nachkommen der SklavInnen als Erinnerung erhalten ist.

Sklaverei wurde in Mali offiziell im Jahr 1905 abgeschafft. Die Menschen, die das Ende der Sklaverei noch miterlebt haben, leben nicht mehr. Die erste Generation der Nachkommen von befreiten SklavInnen hat von ihren Eltern noch von der Unterdrückung erzählt bekommen. Sie selber haben ihren Kindern diese Erinnerungen selten weitergegeben. Es ist also höchste Zeit, die Familienerzählungen über Sklaverei zu sammeln und im öffentlichen Raum ins Bewusstsein zu bringen. Das Wissen über die Geschichte und das Erbe der Sklaverei ist zentral für das Verständnis der afrikanischen Politik und der heutigen sozialen Organisation afrikanischer Gesellschaften.

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Kanu, Süd-Sulawesi, 1883, Slg. Czurda, 
  Inv. Nr. 17.669 a-e. Foto: Fotoatelier KHM

Kanu, Süd-Sulawesi, 1883, Slg. Czurda, Inv. Nr. 17.669 a-e
Foto: Fotoatelier KHM

Mittwoch, 2. März 2011, 18.00 Uhr
Ethnographisches Kabinett
Ausgewählte Objekte aus der Indonesien-Sammlung von Franz Czurda
Philipp Hesser, Projektmitarbeiter Sammlung Insulares Südostasien, Museum für Völkerkunde Wien

Franz Czurda war ein Arzt, der in den Jahren 1876-1882 als Soldat in der Niederländischen Armee im Ostindischen Archipel (heute Indonesien) stationiert war. Diesen Aufenthalt nutzte er um die Sitten und Bräuche der lokalen Bevölkerung zu studieren und ethnographische Objekte zu sammeln. Später gelangte ein Teil der Sammlung an das Naprstek Museum in Prag und ein anderer Teil an das k.k. Naturhistorische Museum in Wien. Czurdas Sammlung wurde von einem Katalog begleitet, in dem die über 700 Objekte nummeriert, benannt und beschrieben wurden. Die Sammlung und der Katalog erweisen sich heute als wertvolle Beiträge zur Geschichte der materiellen Kultur Süd-Sulawesis, wo Czurda seine ausgedehntesten und intensivsten Untersuchungen anstellen konnte.

Anmeldung erforderlich unter: 52524-5052 oder -5053 oder info@ethno-museum.ac.at

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Mittwoch, 16. März 2011, 18.00 Uhr
Ethnographisches Kabinett
Der wissenschaftliche Südsee-Nachlass des deutschen
Zoologen und Ethnographen Otto Finsch (1839 - 1917)

Dr. Gabriele Weiss, Leiterin der Sammlung Ozeanien und
Australien, Museum für Völkerkunde Wien

Anmeldung erforderlich unter: 52524-5052 oder info@ethno-museum.ac.at

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Mittwoch, 30. März 2011, 18.00 Uhr
Führung durch die Ausstellung
Die Kultur der Kulturrevolution – Personenkult und politisches
Design im China von Mao Zedong

Dr. Helmut Opletal, Kurator der Ausstellung

Die Führung ist begrenzt auf 30 Teilnehmer. Bitte um Anmeldung
unter 52524-5052 oder -5053 oder info@ethno-museum.ac.at

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Guru Rinpoche, Nepal, Inv. Nr. 178126, Museum für Völkerkunde Wien. Foto: Fotoatelier KHM

Guru Rinpoche, Nepal, Inv. Nr. 178126, Museum für Völkerkunde Wien.
Foto: Fotoatelier KHM

Donnerstag, 31. März 2011, 18.30 Uhr
Lichtbildervortrag in englischer Sprache
Woher kommt Guru Rinpoche (wirklich)?
Lama Ngala Rig‘dzin Dorje, England

Der in England geborene Lama Ngala Rig’dzin Dorje wird in seinem Vortrag der Frage nachgehen, woher Guru Rinpoche stammt. Für gläubige Buddhisten kam er an einem See in Ögyen zur Welt, „dem Land der Dakinis“. Aber wo war dieses Land, wo befand sich dieser See? Lama Rig‘dzin Dorje wird mit detektivischem Spürsinn eine 4000 Jahre alte Geschichte verfolgen. Wir treffen dabei auf die Geschichte, Geographie, Mythologie und Welt der Legenden des historischen Mesopotamien, Persien, Afghanistan sowie Nordindien. Am Ende gelangen wir zu einer völlig neuen Lösung des historischen Rätsels.

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Infos zu Vorträgen und Veranstaltungen

*Ethnographische Kabinette
Depotführungen, Atelier- und Objektbesprechungen
Begrenzte Teilnehmerzahl
Bitte um Anmeldung unter Tel. 52524-5052 oder -5053 oder info@ethno-museum.ac.at

Kostenbeitrag:
4 € für Mitglieder des Vereins Freunde der Völkerkunde
6 € für Nichtmitglieder
Treffpunkt: Eingangsbereich des Museums

Vorträge, Lesungen und Führungen
Freier Eintritt für Vereinsmitglieder
Kostenbeitrag für Nichtmitglieder 4 €
Seminarraum bzw. Vortragssaal des Museums für Völkerkunde Wien
(wenn nicht anders angegeben)
Neue Burg, Heldenplatz, Wien 1

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Impressum

Herausgeber, Eigentümer und Verleger:
Verein "Freunde der Völkerkunde"
Museum für Völkerkunde, Neue Burg, 1010 Wien
freunde@voelkerkunde.at
Tel.: (01) 52524-5052 oder -5053
Redaktion: Dr. Christian F. Feest und Dr. Claudia Augustat

Homepage des Vereins Freunde der Völkerkunde: www.voelkerkunde.at
Homepage des Museums für Völkerkunde, Wien: www.khm.at/de/museum-fuer-voelkerkunde

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Info zum Telekommunikationsgesetz

Seit 1. März 2006 gelten Bedingungen für die Zusendung elektronischer Informationen (Änderung des § 107 Telekommunikationsgesetz). Darin geht es vor allem um die Eindämmung der Spam-Flut, die uns immer noch überschwemmt.
Die Novelle sieht vor, dass die Zusendung von E-Mails, Faxnachrichten, Telefonanrufen und SMS ohne vorherige Einwilligung des Empfängers (egal ob Privatperson oder Unternehmen) unzulässig ist, wenn diese zu Werbezwecken erfolgt oder auch ohne Werbezweck an mehr als 50 Empfänger gerichtet ist.
Falls Sie also versehentlich in unseren Verteiler gerutscht sind und keine Newsletter vom Verein Freunde der Vökerkunde mehr erhalten wollen, bitten wir Sie hiermit, sich mittels einer kurzen Rückmeldung bei uns abzumelden. Ihre E-Mailadresse wird dann sofort aus unseren Verteilerlisten entfernt.
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Vielen Dank für Ihre Mithilfe.
Verein "Freunde der Völkerkunde"

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