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Newsletter II/2011
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DER WALD KOMMT
WALD / BAUM / MENSCH
WAS WIR SEHEN
VERANSTALTUNGSPROGRAMM
INFOS zu Vorträgen und Veranstaltungen
IMPRESSUM
INFO zum Telekommunikationsgesetz

Der Autana-Tepui: Weltenbaum der Piaroa in Venezuela. Foto: Claudia Augustat 1999
Anlässlich des internationalen Jahres des Waldes bereitet
das Museum für den Herbst die Ausstellung Wald/Baum/Mensch vor, die sich kulturvergleichend mit der Beziehung
des Menschen zu Wald und Baum auseinandersetzt. Bereits
im Mai wird die Ausstellung Was Wir Sehen eröffnet, die sich
mit der verstörenden Geschichte historischer Ton- und Bilddokumente
aus dem südlichen Afrika auseinandersetzt.
In Bezug auf die Nachbesetzung von Dr. Christian Feest, der im Oktober 2010 sein Amt als Direktor des Museums für Völkerkunde niederlegte, gibt es bislang leider keine Neuigkeiten. Die Generaldirektion des Kunsthistorischen Museums möchte abwarten, wie sich die geplante Fusion mit dem Österreichischen Volkskundemuseum entwickelt. Aber auch hier gibt es nichts zu berichten. So bleibt uns nur zu hoffen, dass wir im nächsten Folder dann doch nicht nur im Ausstellungsteil Neues zu berichten haben.
WALD / BAUM / MENSCH - eine Vorschau

Assam-Gummibäume in den Königlichen Botanischen Gärten von Peradeniya (Distrikt Kandy, Sri Lanka). Fotosammlung VF 73156
Ein Wald aus 4 Meter hohen Holzskulpturen der Asmat- Papua, deren Vorfahren aus Baumstämmen hervorgingen, empfängt die BesucherInnen ab 11. September im Museum für Völkerkunde in Wien. Nicht weit von diesen beschnitzten Mangrovenstämmen stehen ein riesiges, hölzernes Tempeltor aus Myanmar, eine massive Ölpresse aus der Oase Siwa in Ägypten, Hexenkleider sowie Baumtrommeln zur Abschreckung von gefürchteten Geistern aus der Südsee. An den Wänden hängen Frauengewänder der Mayas mit Lebensbaummotiven, ein Drachenteppich aus dem Iran, Thangkas mit Heiligen Bäumen und EinsiedlerInnen aus Tibet und Nepal, monumentale Gemälde mit österreichischen Jagdszenerien und Holzfällern sowie Malereien mit Waldgeistern aus der Mongolei. Anmutig anzusehen sind auch die Gartendarstellungen aus Indien sowie die persischen Lackmalereien, welche die Liebesaffären Krishnas und Szenen aus dem Leben Buddhas zeigen, worin Bäume eine wichtige Rolle spielen.
Im „Internationalen Jahr des Waldes“ beleuchtet das Museum für Völkerkunde in der Ausstellung Wald / Baum / Mensch ausgehend von den Anfängen der Menschheitsgeschichte anhand von selten gezeigten Objekten aus Wiener musealen Sammlungen die kulturhistorische Bedeutung des Waldes und die des Baumes. Die weltweit bedeutenden Themen gliedern sich in drei große Bereiche: der phantastische Wald, der entzauberte Wald und der geschundene Wald.
Waldrodungen, die Vernichtung des Regenwaldes in Amazonien
sowie die Monokulturen mit Ölpalmen zeigen, wie sehr
die Vernichtung der Wälder ein höchst aktuelles Thema ist.
Die Zerstörung des Baumbestandes durch die Nasca-IndianerInnen
weist aber darauf hin, dass der Mensch auch in
der Vergangenheit nicht nur naturnah und umweltfreundlich
lebte. So berühmt und hochgeschätzt diese Kultur heutzutage
wegen ihrer Scharrbilder in der Wüste Perus auch ist,
war sie es möglicherweise selbst, die durch die Vernichtung
der Bäume in ihrer Lebensumgebung und der damit einhergehenden
Erosion den Untergang der eigenen Kultur herbeiführte.
Ganz ähnlich das Beispiel der Osterinsel: Mit der
Abholzung der Palmbaumwälder zerstörten die OsterinsulanerInnen
eigenhändig ihren Lebensraum.
Zurzeit vernichtet ein eingeschleppter Käfer aus Asien in den Wäldern Nordamerikas
viele Millionen von Schwarz-Eschen und bedroht damit ernsthaft die Korbflechtkultur lokaler
IndianerInnen.
Ein zusätzliches zeitgenössisches Beispiel ist die Zerstörung
des Waldes und die Vernichtung menschlichen und
tierischen Lebens durch den Krieg im Kongo, wie moderne
Malerei verdeutlicht. Der Abbau von Bauxit in Indien führte
für die lokalen Khond-Völker zu erheblichen Problemen, was
aktuell Erinnerungen an den Film „Avatar“ weckt, in dem
das fiktive Volk der Na’vi mit ähnlichen Umständen kämpft.

Rangda gilt auf Bali als Verkörperung des Bösen. Ihre Heimat ist der Wald.
Indonesien, Bali, vor 1975, MVK Inv.Nr. 189.024.
Foto: Fotoatelier KHM
Das Sammeln von Pilzen und die Jagd sind natürlich vertraute
Beispiele zur Nutzung der Wälder. Die Hofjagd der
Habsburger wird an Hand von Jagdtrophäen, alten österreichischen
Schützenscheiben, Statuetten von Kaiser Franz
Joseph I. und Kronprinz Rudolf dargestellt. Von Kaiser Joseph
II. wird ein Jagdrock gezeigt, der durch das Geweih eines
Hirsches zerfetzt wurde. Die Jagd nordamerikanischer
IndianerInnen und die der PygmäInnen aus dem Kongo sind
Beispiele außereuropäischer Jagdtraditionen.
Wälder und Bäume liefern neben Holz unterschiedliche
für die Menschen wichtige Produkte: Honig, Ahornzucker,
Kakao, Palmwein, Kautschuk, Kokosnüsse sowie Medizinund
Heilpflanzen. Die Kultivierung der Maulbeerbäume zur
Herstellung hochwertiger Seide in Japan stellt ein, übrigens
auch in Wien und Linz versuchtes, Beispiel spezifischer Nutzung
bestimmter Baumarten dar.
Mit Objekten aus Holz und Bambus sowie einer Vielfalt an
Gegenständen, die aus Rinden gefertigt sind (wie Körbe,
Kleidung und Schuhe), wird die weltweite Nutzung des Waldes demonstriert.
Die Bedeutung des Waldes als Rückzugsort für den Menschen
spiegelt sich wider in der Anlage künstlicher Wälder,
Parks und Gärten. Der Wald ist ein Raum, mit dem der
Mensch sich immer auseinandergesetzt hat: einerseits als
Lebensraum, andererseits als sichtbare und reelle Gegenwelt.
Der Bereich „Phantastischer Wald“ zeigt die Gedanken, die
Menschen auf Wälder und Bäume projizierten. In Wäldern
sind oft die Anderen zu Hause: die Nicht-Zivilisierten, die Tiere,
die Gottheiten, Geister und Phantasiewesen. Manche davon
sind auch in Europa vertraut, wie Hexen, Drachen, Trolle
und der Wilde Mann. Der Wald wurde so manchmal zum Ort
der Gefahr. Die Inkas führten Kämpfe gegen die BewohnerInnen
der Wälder. Diese Menschen verkörperten für die Inkas
Wildheit und Chaos, wie rituelle Trinkgefäße in der Ausstellung
demonstrieren. Die Makuna in Kolumbien betrachten
dagegen den Wald nicht als eine Gegenwelt, sondern als die
Welt an sich, als ihre Heimat, ihren Lebensraum, mit dem sie
auf allen Ebenen verbunden sind. Ausgestellte Masken und
Rasseln vermitteln das Weltbild der Makuna.
Im Zentrum des Siedlungsgebiets der Piaroa in Venezuela
steht der Cerro Autana. Den Piaroa zu Folge ist dieser Berg
der Rest des Weltenbaums, der in der mythischen Urzeit alle
Früchte des Waldes trug. Auch im Altertum lassen sich Naturgottheiten
finden, die für die Fruchtbarkeit von Pflanzen
und Tieren zuständig waren. Die Ausstellung präsentiert
antike Darstellungen der Götter Pan und Silvanus, aber
auch nährende Baumgöttinnen im alten Ägypten. Weltweit
demonstrieren Heilige Wälder und Lebensbäume, etwa in
Afghanistan, Indien und Mexiko, im Judentum, Christentum und Islam, sowie bei den Mayas, Batak und Dayak, dass
Wald und Baum als Quelle des Lebens gesehen werden.
Die Eröffnung ist für den 11. September 2011 vorgesehen.
Ausstellungskuratoren:
Mag. Gerard van Bussel, Dr. Axel Steinmann

Lichteneckers Photoalbum
Foto: Mit freundlicher Genehmigung der Wissenschaftlichen Gesellschaft in Windhoek.
Bilder, Stimmen, Repräsentation. Zur Kritik einer anthropometrischen Sammlung aus dem südlichen Afrika
Die Ausstellung Was Wir Sehen setzt sich mit der verstörenden Geschichte historischer Ton- und Bilddokumente aus dem südlichen Afrika auseinander. Im Zentrum steht das 1931 von dem deutschen Künstler Hans Lichtenecker als „Archiv aussterbender Rassen“ angelegte Körperarchiv von Afrikanerinnen und Afrikanern in Namibia, dem ehemaligen (Deutsch-) Südwestafrika. Was Wir Sehen rückt das Sprechen jener Menschen in den Mittelpunkt, die innerhalb eines kolonialen Kontextes Gesichtsabformungen, Körpervermessungen, anthropometrisches Fotografieren und Stimmaufnahmen erdulden mussten. Auch Stimmen galten als anthropologisches Sammlungs- und Klassifizierungsgut und wurden von Lichtenecker auf Wachswalzen aufgezeichnet. Erst kürzlich wurden die afrikanischen Texte von der Kulturwissenschaftlerin Dr. Anette Hoffmann wiederentdeckt und konnten übersetzt werden. Was Afrikanerinnen und Afrikaner 1931 über das beklemmende Anthropometrie-Projekt und über ihr Leben in der südafrikanischen Kolonie mitteilten, erfahren wir erst heute. Die Ausstellung konstruiert einen fragilen Raum von Bildern und Stimmen, Geschichten und Porträts, historischen Dokumenten und aktuellen Kunstwerken. Das koloniale Körperarchiv von Hans Lichtenecker wird nicht nachgebildet. Vielmehr werden seine audiovisuellen Repräsentationspraktiken kritisch und mittels unterschiedlicher Ton- und Bildmedien beleuchtet. Zur Ausstellung liegt der mit vielen Fotografien, Tontranskriptionen und Übersetzungen von Anette Hoffmann herausgegebene wissenschaftliche Aufsatzband What We See. Reconsidering an Anthropometrical Collection from Southern Africa: Images, Voices, and Versioning vor.
25. Mai 2011 bis 19. September 2011
Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Zentrum Moderner
Orient Berlin, den Basler Afrika Bibliographien, der Carl Schlettwein Stiftung Basel,
der Heinrich Böll Stiftung Kapstadt, der University of the Western Cape, den Iziko Museums
of Cape Town, dem Berliner Phonogrammarchiv, den
Archives of Anti-Colonial Resistance and Liberation Struggle
(AACRLS) Project Scientific Society Windhoek
Ausstellungskuratorin:
Dr. Anette Hoffmann – Kulturwissenschaftlerin und Afrikanistin,
University of Fort Hare, South Africa
Gestalterin: Jos Thorne – Kapstadt

Eingangsfassade des Alchi Sumtsek
Foto: Gerald Kozicz 2004
Mittwoch, 13. April 2011, 18.30 Uhr
Vortrag mit Lichtbildern
Der Alchi Sumtsek. Konstruktive und konzeptionelle Grundlagen
seiner außergewöhnlichen Architektur
Ing. Dr. Gerald Kozicz, Technische Universität Graz
Zu den bedeutendsten Bauwerken des westlichen Himalaya zählt zweifelsohne der dreigeschossige Tempel im Tempelbezirk von Alchi im heutigen Ladakh. Es sind vorwiegend die ikonographischen Komponenten und die hochwertige künstlerische Ausgestaltung seines ‚Rauminhalts’, die diesem Bauwerk über mehrere Jahrzehnte nun zu einer permanenten Präsenz in wissenschaftlichen Publikationen verholfen haben. Dabei ist die Frage, wie und warum man bei diesem Bauwerk abweichend von der üblichen horizontal strukturierten Tempelarchitektur einen vertikal organisierten Raumplan entwickelte, bislang kaum behandelt worden. Im Rahmen des Vortrags wird der Frage nachgegangen werden, wie verschiedene formale und inhaltliche Aspekte der Darstellung religiöser Vorstellungen wie Mandalastrukturen und das Buddhabildnis selbst diesen architektonischen Paradigmenwechsel beeinflusst oder überhaupt erst ermöglicht haben könnten.
Mittwoch, 27. April 2011, 18.30 Uhr
Filmpräsentation – Dokumentarfilm
„..nicht der Rede wert. Die Ermordung der Lehrerin Bian Zhongyun“
Einführung: Univ.-Prof. Dr. Susanne Weigelin-Schwiedrzik, Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien
Die Ermordung der Lehrerin Bian Zhongyun illustriert den schwierigen Umgang mit der blutigen Geschichte der Kulturrevolution (1966–1976) in der Volksrepublik China. Der Film wurde 2008 in Hongkong als bester Dokumentarfilm prämiert, darf aber in der VR China nicht gezeigt werden.

Aqsu, Nord-Potosi. Foto: Eveline Sigl
Samstag, 7. Mai 2011, 13.00 Uhr
Vortrag mit Objektpräsentation
Textilien aus dem bolivianischen Andenhochland
Mag. Eveline Sigl, Kultur- und Sozialanthropologin, Wien
Das textile Kunstschaffen Südamerikas zählt zweifellos zu den bedeutendsten kulturellen Leistungen weltweit. Nirgendwo sonst ist eine ungebrochene, Jahrtausende alte Tradition bis zum heutigen Tage so lebendig. Ausgehend von einer kurzen historischen Verortung der Textilien aus dem bolivianischen Andenhochland werden einzelne Textilien aus dem Kulturraum Norte Potosí und aus Tarabuco in Ikonographie und praktischer Verwendung vorgestellt, so z.B. Lliqllas (Tragetücher) und Aqsus (Überröcke bzw. Kleider). Eine Auswahl an Textilien wird ausgestellt, das ein oder andere Stück kann auch erworben werden.
Eine Veranstaltung der Österreichischen Textilgesellschaft.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Anthropomorphe Urne aus der Sammlung Schreiter. Foto: Frank Kleinbach
Mittwoch, 11. Mai 2011, 18.30 Uhr
Vortrag in englischer Sprache
Ancient symbols from Calchaqui (Northwestern Argentina). An archaeology of pre-Columbian cosmologies
Dr. Javier Nastri, Universidad de Maimonides, Buenos Aires
Calchaquí´s symbolism is one of the most elaborated iconological systems of representations from the Andean world. It was developed between IX and XVII centuries after Christ in the arid valleys from the Northwest of Argentina, in Catamarca, Tucumán and Salta provinces. Among its material supports are metals, pottery, textiles, basketry and rock art. Through the iconographic analysis of a vast sample of funerary urns, together with the excavation of a variety of archaeological settlements, an anthropological interpretation of calchaqui cosmology is presented, with especial focus in the relation between practices and representations and their changes along the times. An original world is reveled, comprising social strategies, artistic genres and historical transformations.
Dr. Nastri verbringt den Mai als Gastwissenschaftler in der Abteilung Südamerika, wo er sich mit den archäologischen Sammlungen von Rudolf Schreiter beschäftigt. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn für das Halten eines Vortrags gewinnen konnten.
Mittwoch, 25. Mai 2011, 18.30 Uhr
Führung durch die Ausstellung
Was Wir Sehen
Bilder, Stimmen, Repräsentation. Zur Kritik einer anthropometrischen Sammlung aus dem südlichen Afrika
Dr. Anette Hoffmann, Kulturwissenschaftlerin und Afrikanistin
Die Führung ist begrenzt auf 30 TeilnehmerInnen. Bitte um Anmeldung unter 52524-5052 oder -5053 bzw. info@ethno-museum.ac.at
Montag, 20. Juni 2011, 18.00 Uhr
Führung durch die Ausstellung
Die Kultur der Kulturrevolution – Personenkult und politisches Design im China von Mao Zedong
Dr. Helmut Opletal, Kurator der Ausstellung
Die Führung ist begrenzt auf 30 TeilnehmerInnen. Bitte um Anmeldung unter 52524-5052 oder -5053 oder info@ethno-museum.ac.at

„Insassen“ eines Bootsmodells. Foto: Fotoatelier KHM
Mittwoch, 22. Juni 2011, 18.30 Uhr
Ethnographisches Kabinett
Die Karl Ludwig Giesecke-Sammlung des Museum für
Völkerkunde Wien
Mag. Christine Zackel, Kuratorin Fotosammlung, Museum für Völkerkunde Wien
Thema des Ethnographischen Kabinetts ist die Karl Ludwig Giesecke-Sammlung, welche die weltweit älteste große Sammlung grönländischer Ethnographica darstellt. Obgleich die Sammlung (die unter anderem Kleidung, Wirtschaftsgeräte zur Jagd und Fischerei und Haushaltsgerätschaften beinhaltet) schon allein aus diesem Grunde von besonderer Bedeutung ist, wurden bis dato lediglich wenige Einzelstücke publiziert.
Neben den Objekten selbst (gesammelt in den Jahren 1806-1813) soll hierbei auch auf die Person des Tänzers/ Schauspielers/ Autors/ Mineralogen Giesecke eingegangen werden, auf den Verlauf seiner Reise und auf die Bedingungen, die Giesecke in seinem aufgrund der napoleonischen Kriege unfreiwillig auf sieben Jahre verlängerten Aufenthalt in Westgrönland vorfand.
Das Ethnographische Kabinett ist begrenzt auf 20 TeilnehmerInnen. Bitte um Anmeldung unter 52524-5052 oder -5053 bzw. info@ethno-museum.ac.at
Veranstaltungsort: Seminarraum, Dachgeschoß

Beispiele aus der Abguss-Sammlung. Foto: Wolfgang Reichmann,
©: Naturhistorisches Museum Wien, Anthropologische Abteilung
Mittwoch, 29. Juni 2011, 18.00 Uhr
Führung
Die Abguss-Sammlung im Naturhistorischen Museum.
Führung hinter den Kulissen der Anthropologischen Abteilung
Dr. Margit Berner, Kuratorin der Abguss-Sammlung, Naturhistorisches Museum Wien
Im Bestand des Naturhistorischen Museums Wien befindet sich eine Sammlung mit Büsten, Gesichtsmasken und Ganzkörperplastiken. Diese Abformungen von Menschen wurden im Rahmen von Expeditionen, Sammlungs- und Forschungsreisen angefertigt oder durch Ankauf und Tausch erworben. So gelangte in die Sammlung auch eine Maske,die die Anthropologische Abteilung 1933 von Hans Lichtenecker erhalten hatte, und damals in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Heutige Forschungen zu diesen Beständen zeigen, wie dies auch in der Ausstellung „Was Wir Sehen“ nachgezeichnet wird, dass viele dieser Abformungen in prekären Situationen entstanden sind. Sie wurden von Menschen abgenommen, die sich zumeist nicht freiwillig für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung gestellt hatten. Oftmals entstanden sie in Gefängnissen, Polizeistationen oder militärischen Einrichtungen. Bei der Führung werden die Hintergründe zur Sammlungsgeschichte einiger Abgüsse näher beleuchtet und Fragen im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Ethik thematisiert.
Treffpunkt für die Führung ist das Foyer des Museums für Völkerkunde. Die Führung ist begrenzt auf 15 TeilnehmerInnen. Bitte um Anmeldung unter 52524-5052 oder -5053 bzw. info@ethno-museum.ac.at
Infos zu Vorträgen und Veranstaltungen
*Ethnographische Kabinette
Depotführungen, Atelier- und Objektbesprechungen
Begrenzte Teilnehmerzahl
Bitte um Anmeldung unter Tel. 52524-5052 oder -5053 oder info@ethno-museum.ac.at
Kostenbeitrag:
4 € für Mitglieder des Vereins Freunde der Völkerkunde
6 € für Nichtmitglieder
Treffpunkt: Eingangsbereich des Museums
Vorträge, Lesungen und Führungen
Freier Eintritt für Vereinsmitglieder
Kostenbeitrag für Nichtmitglieder 4 €
Seminarraum bzw. Vortragssaal des Museums für Völkerkunde Wien
(wenn nicht anders angegeben)
Neue Burg, Heldenplatz, Wien 1
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Verein "Freunde der Völkerkunde"
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Tel.: (01) 52524-5052 oder -5053
Redaktion: Dr. Claudia Augustat
Homepage des Vereins Freunde der Völkerkunde: www.voelkerkunde.at
Homepage des Museums für Völkerkunde, Wien: www.khm.at/de/museum-fuer-voelkerkunde
Info zum Telekommunikationsgesetz
Seit 1. März 2006 gelten Bedingungen für die Zusendung elektronischer
Informationen (Änderung des § 107 Telekommunikationsgesetz). Darin geht es
vor allem um die Eindämmung der Spam-Flut, die uns immer noch
überschwemmt.
Die Novelle sieht vor, dass die Zusendung von E-Mails, Faxnachrichten,
Telefonanrufen und SMS ohne vorherige Einwilligung des Empfängers (egal ob
Privatperson oder Unternehmen) unzulässig ist, wenn diese zu Werbezwecken
erfolgt oder auch ohne Werbezweck an mehr als 50 Empfänger gerichtet ist.
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Verein "Freunde der Völkerkunde"