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WINTERPROGRAMM JAN-MÄRZ 2008:

Warteschlange vor einem Wahllokal. Foto: Michael Lidauer

Warteschlange vor einem Wahllokal
Foto: Michael Lidauer

Donnerstag, 17. Januar 2008, 18.30 Uhr
Vortrag mit Lichtbildern
EU-Wahlbeobachtung in Liberia (Westafrika) 2005:
Der Bericht eines Langzeit-Wahlbeobachters

Mag. Michael Lidauer, Austrian Study Centre for Peace & Conflict Resolution, Stadtschlaining

Nach 14-jährigem Bürgerkrieg fanden in Liberia (Westafrika) im Herbst des Jahres 2005 freie Parlaments-, Senats- und Präsidentschaftswahlen statt. Diese Wahlen wurden mit Unterstützung der UNO durchgeführt und von der EU beobachtet. Das Ergebnis: Eine Regierung, die unter anderem ehemalige Warlords mit einschließt, und die erste jemals gewählte Präsidentin eines afrikanischen Staates, Ellen Johnson-Sirleaf.

Der Vortrag beleuchtet zuerst die Konfliktgeschichte der Region und die Regentschaft Charles Taylors bis zum Friedensabkommen von Accra. Danach erläutert Michael Lidauer die Strukturen und Ergebnisse einer EU-Wahlbeobachtung aus der Perspektive eines Langzeit-Wahlbeobachters und stellt die Schritte des Wahlprozesses ebenso dar wie die lokalen Lebensverhältnisse nach dem Bürgerkrieg, die mit den Wahlen verbundenen Hoffnungen der Bevölkerung, sowie die Ergebnisse des Wahlausganges. Der Vortrag wird durch eindrückliche Bilder des EU und UN Einsatzes in der Krisenregion unterstützt.

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Vitrinenentwurf für die Schausammlung. Foto: Christian Schicklgruber

Vitrinenentwurf für die Schausammlung.
Foto: Christian Schicklgruber

Mittwoch, 30. Januar 2008, 18.30 Uhr
Vortrag mit Lichtbildern
Virtuelle Preview einer Ausstellung

Dr. Christian Schicklgruber, Leiter der Sammlung Süd-, Südostasien und Himalayaländer

Im Laufe des Jahres 2008 wird die Schausammlung des Museums mit der Regionalabteilung Süd-, Südostasien und Himalayaländer wieder eröffnet. Schwerpunkt dieser Schausammlung sind die religiösen Anschauungen und Praktiken der Region in weitgehender Binnensicht, wie etwa in der Gruppierung indischer Skulpturen gemäß ihrer Zuordnung in "Götterfamilien" und deren Erklärung mit Auszügen aus der klassischen indischen Literatur oder in der Aufstellung buddhistischer Darstellungen nach ihrer Verortung in der buddhistischen Erklärung der Welt.

Anhand von Lichtbildern wird der Kurator in einer Vorschau durch die Ausstellung führen. Die Meinung des Publikums ist dabei äußerst erwünscht.

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Mittwoch, 13. Februar 2008, 18.30 Uhr
Film (in englischer Sprache)
Ancient Futures. Learning from Ladakh

Eintritt frei
Freiwillige Spenden für die Tibetan Women's Association in Leh, Ladakh sind willkommen

What happens when modern development encroaches upon an ancient culture high in the harsh Tibetan plateau of northern India? Not even Ladakhis - mostly Buddhists with deep spiritual ties to the earth - can resist the onslaught of an increasingly global economy. This insightful case study, based on Helena Norberg-Hodge's book of the same title (published by Sierra Club Books in 1991), examines how development, with its attendant seductive images of glamor and gadgets promising life free of hardship, destroys social and ecological bonds.

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Achtung: folgende Veranstaltung haben wir neu eingefügt:

Dienstag, 19. Februar 2008, 19.00 Uhr
Einladung zur Diskussionsrunde
pole position
museen positionieren sich neu
museum für völkerkunde wien


Diskussionsrunde mit
Christian Feest (Direktor, Museum für Völkerkunde)
Belinda Kazeem (Kunstvermittlerin und Publizistin)
Jani Kuhnt-Saptodewo (Kuratorin, Museum für Völkerkunde)
Barbara Plankensteiner (Kuratorin, Museum für Völkerkunde)
Axel Steinmann (Kurator, Museum für Völkerkunde)

moderiert von
Nora Sternfeld (schnittpunkt)

Ethnologische Museen sind in den letzten Jahren international vor dem Hintergrund der postcolonial studies und des reflexive turn in der Museumstheorie zunehmend in ihrem Selbstverständnis diskutiert worden und in den Blick öffentlicher Kritik geraten.

Das Museum für Völkerkunde Wien arbeitet seit März 2004 an einer Generalsanierung und baulichen Erweiterung und damit einhergehend an einer Neueinrichtung der Schausammlungen. Für eine reflexive Veranstaltung öffnet das Museum seine Türen und gibt Einblicke in Programmatiken und Pläne. Mit der Veranstaltung pole position geht schnittpunkt gemeinsam mit KuratorInnen des Hauses den inhaltlichen Konzepten und Überlegungen zur Neupositionierung der Institution nach. Was selten geschieht, wird hier möglich: Ein Museum stellt seine Positionen und Konzeptionen vor, KuratorInnen stellen sich einer kritischen Diskussion.

Eine Veranstaltung von schnittpunkt ausstellungstheorie & praxis und dem Verein Freunde der Völkerkunde.

Mehr Informationen zur Diskussionsrunde finden Sie bitte hier ...

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Objekte der Feuerländer aus den Sammlungen von Martin Gusinde und Carl Hagenbeck. Foto: Fotoatelier KHM

Objekte der Feuerländer aus den Sammlungen von Martin Gusinde und Carl Hagenbeck.
Foto: Fotoatelier KHM

Donnerstag, 28. Februar 2008, 18.00 Uhr
Ethnographisches Kabinett*
Drei Reisen Feuerland

Dr. Claudia Augustat, Leiterin der Sammlung Südamerika, Museum für Völkerkunde Wien

1881 kamen 11 Feuerländer auf dem Schoner "Theben" unter dem Kommando eines Kapitän Schweers nach Hamburg, wo sie als Protagonisten einer Völkerschau in Hagenbecks Tierpark auftraten. 1882 starben fünf von ihnen an den Folgen von Schwindsucht, Masern und Lungenentzündung in der Schweiz.

Der Styler Missionar Martin Gusinde bereiste zwischen 1917 und 1923 mehrmals Feuerland und dokumentierte in einem monumentalen Buch die Kultur der dort lebenden Menschen.

Von beiden Reisen zeugen heute ethnographische Objekte in der Südamerika-Sammlung des Museums für Völkerkunde. Sie geben Einblick in eine beinahe verschwundene Kultur, auf deren Spuren sich Claudia Augustat im Januar 2008 nach Chile begibt.

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Ein Lao Theung-Mädchen, ein Mitglied der Oberschicht der Lao Loum in Hoftracht und ein Hmong-Mädchen der Lao Soung. Foto: Margit Wagner, 2005

Ein Lao Theung-Mädchen, ein Mitglied der Oberschicht der Lao Loum in Hoftracht und ein Hmong-Mädchen der Lao Soung.
Foto: Margit Wagner, 2005

Mittwoch, 12. März 2008, 18.30 Uhr
Multimediale Bilderreise
Laos. Vom Sagenreich zur Volksdemokratie

Mag. Margit Wagner

Eingeschlossen von hohen Bergen und ohne Zugang zum Meer liegt Laos versteckt und verborgen in Mitten der südostasiatischen Halbinsel. "Les Laos" wie es die Franzosen während ihrer Herrschaft auf Grund der vielen Volksstämme nannten, ist ein sanftes, verträumtes Land und hat seinen Besuchern neben dem kulturhistorisch einzigartigen Städtchen Luang Prabang, der prähistorischen Ebene der Tonkrüge, der Hauptstadt Vientiane und dem Khmer-Heiligtum Wat Phou vor allem viel Natur zu bieten.

"Lane Xang Hom Khao - Land der eine Million Elefanten unter dem weißen Schirm" hieß es einmal ... die Elefanten sind heute seltener geworden und aus dem Königreich mit dem poetischen Namen entwickelte sich nach einer bewegten Geschichte ein volksdemokratischer Einparteienstaat, in dem vom Wirtschaftswunder Asien noch nichts zu bemerken ist.

Laos ist anders und auch wenn die eine oder andere moderne Errungenschaft bereits Einzug gehalten hat, ist es eine der wenigen Gegenden wo man noch träumen und dem Geist der Vergangenheit begegnen kann ...

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