FRÜHLINGSPROGRAMM 2010:
Achtung: Hier geht es direkt zu den Begleit-Veranstaltungen der Ausstellung
„James Cook und die Entdeckung der Südsee“
Subhankar Chatterjee und Tanmay Das
Mittwoch, 7. April 2010, 18.30 Uhr
Konzert
Subhankar Chatterjee und Tanmay Das
Der Sänger Subhankar Chatterjee wird in Indien wegen seiner Interpretation des klassischen Liedguts hoch geschätzt. Bei seinem Auftritt im Museum wird er verschiedenste Aspekte der Bhajans vorstellen. Bhajans sind religiöse Lieder des Hinduismus, in denen der Gläubige seine Liebe zu Gott künstlerisch mit religiöser und spiritueller Hingabe zum Ausdruck bringt. Musikalisch wird der Bhajanvortrag mit verschiedenen Ragas der klassischen indischen Musik verknüpft, die spezifische emotionale Stimmungslagen ausdrücken. Der Meister wird dabei von Tanmay Das auf der Tabla begleitet.
Eintritt: 8 €
Mitglieder des Vereins Freunde der Völkerkunde haben freien Eintritt
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Inka Yupanqui. Ölgemälde,unbekannte Herkunft, frühes 19.Jh.?
Mittwoch, 5. Mai 2010, 18.30 Uhr
Vortrag
Die Inka und ihr Fortleben in Kunst und Imagination
Prof. Dr. Iris Gareis, Ethnologin, Universität Frankfurt
Als Francisco Pizarro 1532 die Eroberung des Inkareiches einleitete, brachte er den größten vorkolumbischen Staat Amerikas zu Fall. Legendär wurde der letzte Herrscher Atahualpa durch den riesigen Schatz an Gold und Silber, den er im Tausch um sein Leben den Spaniern übergab. Obwohl Atahualpa 1533 nach einem Scheinprozess hingerichtet wurde, lebte der letzte Inka in der Vorstellung weiter. Schon zwanzig Jahre nach der Conquista wurde sein Tod als Tragödie aufgeführt. Imaginäre Inka-Portraits in Ölgemälden oder Kupferstichen hielten die Erinnerung an die ehemaligen Herrscher Perus wach. Auch in der Vorstellung der Europäer lebten die Inka weiter fort: Mehrfach bevölkerten sie die Opernbühnen Europas, waren im Theater zu sehen oder in philosophischen Werken vertreten.
Der Vortrag begleitet die Inka auf ihrem Weg durch die Jahrhunderte und zeichnet ihre Entwicklung von tragischen Gestalten, über tyrannische Herrscher zu romantischen Helden nach.
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Mittwoch, 12. Mai 2010, 18.30 Uhr
Vortrag (in englischer Sprache)
The Leverian Museum and the Origin of the Museum für Völkerkunde in Vienna
Dr. Adrienne Kaeppler, Smithsonian Institution, Washington, DC
In the late eighteenth century the museum owned in London by Sir Ashton Lever became the recipient of many of the „artificial curiosities“ brought to England in the course of Captain James Cook’s three voyages of discovery. Beset by financial problems, the museum in 1786 was disposed of by lottery and won by James Parkinson, who operated in for another 20 years. The Leverian (or Parkinson’s) Museum was finally sold at a spectacular auction between 5 May and 18 July 1806. The more than 230 ethnographic objects obtained on this occasion for the Imperial Cabinet of Natural History in Vienna became the founding collection of what would in the course of time become the Museum für Völkerkunde in Vienna.
Adrienne Kaeppler is a leading authority on Cook’s voyages and the author of a forthcoming book on the Leverian Museum.
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Federmantel, Hawaii, um 1775. Museum für Völkerkunde Wien, Inv.Nr. 179 (Slg. James Cook)
Mittwoch, 19. Mai 2010, 18.00 Uhr und
Sonntag, 23. Mai 2010, 10.30 Uhr
Führung durch die Ausstellung*
James Cook und die Entdeckung der Südsee
HR Dr. Gabriele Weiss, Leiterin der Sammlung Ozeanien und Australien, Museum für Völkerkunde Wien
Die Führung ist begrenzt auf 30 Teilnehmer. Bitte um Anmeldung unter 525 24-5052 oder -5053 oder info@ethno-museum.ac.at
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„Sommerpalast“ in der Ausstellung des Shanghai Art Museum, 2009. Foto: Bettina Zorn
Mittwoch, 26. Mai 2010, 18.30 Uhr
Vortrag
Rot, Hell und Glänzend. Die Kunstausstellung zum 60.jährigen Jubiläum der VR China.
Dr. Bettina Zorn, Leiterin der Sammlung Ostasien, Museum für Völkerkunde Wien
Die im Jahr 2009 in den staatlichen Kunstmuseen in Beijing und Shanghai gezeigte Kunstausstellung zum Gründungstag der VR China, steht in der Tradition der propagierten Kunstausstellungen in der VR China.
In Vorbereitung einer Ausstellung zur Kulturrevolution 1966–1976 am Museum für Völkerkunde sollen Parallelen in der Darstellung der offiziellen Kunst aufgezeigt werden.
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Johann Heinrich Tischbein oder Anton Graff, “Georg Forster”. Öl auf Leinwand, spätes 18. Jahrhundert
Museum der Weltkulturen, Frankfurt am Main
Donnerstag, 10. Juni 2010, 18.30 Uhr
Vortrag (mit Lichtbildern)
„... für das Studium der Menschheit und der Völkerkunde“
Die Göttinger Cook/Forster-Sammlung
Dr. Gundolf Krüger, Institut für Ethnologie und Ethnologische Sammlung, Universität Göttingen
Die beiden deutschen Naturforscher Johann Reinhold Forster und dessen Sohn Georg waren die namhaftesten Teilnehmer an der zweiten Cookschen Reise (1772–1775). Im Umfeld der wissenschaftlichen Kontakte zwischen den Reisenden und Gelehrten der Universität Göttingen (wo 1770–1771 erstmals die Begriffe „Ethnographie“ und „Völkerkunde“ verwendet wurden) gelangten etwa 500 Objekte von den Reisen James Cooks in das „Academische Museum“ der Universität – der weltweit größte Bestand von Kulturdokumenten des 18. Jahrhunderts aus dem Pazifischen Raum.
Der Vortrag bietet einen Überblick über die Geschichte und den Inhalt der Göttinger Cook/Forster-Sammlung, die im Rahmen der Wiener Ausstellung „James Cook und die Entdeckung der Südsee“ leider nicht gezeigt werden können.
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Mittwoch, 16. Juni 2010, 18.30 Uhr
Vortrag und Führung*
Krebs, Fisch und Vogel.
Zoologische Objekte aus der Sammlung James Cook im Naturhistorischen Museum Wien
Dr. Verena Stagl, 3. Zoologische Abteilung, Naturhistorisches Museum Wien
Mit den europäischen Entdeckungsreisen im Zeitalter der Aufklärung begann auch die systematische Erforschung der Tierund Pflanzenwelt der Südsee – ganz im Sinne der biologischen Systematik des schwedischen Arztes und Naturforschers Carl von Linné (1707–1778). Zahlreiche zoologische Präparate, Herbarexemplare, Skizzen, Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde dokumentieren die Arbeit der Naturwissenschaftler wie Joseph Banks, Carl Daniel Solander, Johann Reinhold und Georg Forster, die Kapitän James Cook auf seinen Weltumsegelungen begleiteten. Die wissenschaftliche Aufarbeitung und Analyse der aus dem 18. Jahrhundert stammenden Naturaliensammlung ist Gegenstand laufender Forschungen am Naturhistorischen Museum in Wien.
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Etta Becker-Donner bei dem ersten Kontakt mit den Wari, 1956
Foto: Fotosammlung Museum für Völkerkunde Wien
Donnerstag, 17. Juni 2010, 18.30 Uhr
Vortrag in englischer Sprache
Consuming Fascinations: Cannibals, Collectors, and the Cultural Politics of Memory.
The Expedition of Etta Becker-Donner to the Wari' of Brazil in the 1950s.
Dr. Beth Conklin and Dr. Claudia Augustat
In the 1950s, Etta Becker-Donner, the former director of the Museum of Ethnology in Vienna, traveled to western Brazil to explore the Amerindian cultures of the Guaporé region, which were not well known at this time. Her collections from these travels are very valuable because in some cases they are the only collections from these native peoples in a European museum.
This lecture will focus on the collection from the Wari' (formerly known as Pakaas Novas), who were an uncontacted, fiercely independent people at the time when Etta Becker-Donner visited their village and became the only ethnologist to document their pre-contact material culture. The speakers will give a general overview of Amazonia and the Wari' at the time of her expedition. Tracing the stories behind the artifacts, they will illuminate aspects of Wari' culture (subsistence, ritual life, warfare, funerary cannibalism) and will discuss how Wari’ life has changed since the contact.
Wari' attitudes toward memory, material objects and preservation/destruction stand in sharp contrast to western (museum) traditions. Yet in their contemporary cultural and political situation, preservation is taking on new meanings as a tool for indigenous cultural survival. The speakers will explore this emerging role of museum collections and museum outreach to indigenous peoples.
Speakers:
Dr. Beth Conklin is Associate Professor of the Department of Anthropology at the Vanderbilt University in Nashville. She has long fieldwork experience among the Wari' and her book Consuming Grief: Compassionate Cannibalism in an Amazonian Society is a provocative study of funerary practices the transformation of body and spirit in Wari' culture.
Dr. Claudia Augustat is Head of the South America Collections at the Museum of Ethnology in Vienna. Her research focuses on material culture, cultural memory and museum collections. Last year, she hosted an Amerindian delegation from western Brazil who came to Vienna to see the objects from their ancestors in the Etta Becker-Donner collection.
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Plakat Veranstaltung
Montag, 21. Juni 2010
Einlass: 18.30 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr
Broom in Hand
Pantomimentheater aus Indonesien
Das ist ein Pantomimenstück mit einer Gruppe aus Indonesien, die gerade auf Europa-Tournee ist.
Die Gruppe "Sena Didi Mime", geleitet von dem berühmten Regisseur Didik Petet, gastiert in Bratislava und Wien. Die Gruppe trat in Jakarta mit Milan Sladek in dem Stück "Don Juan" auf.
Wo: In der Säulenhalle des Museums für Völkerkunde
Eintritt: € 8,-
Stehplatz: € 5,-
Eintritt für Mitglieder des Vereins Freunde der Völkerkunde: € 5,-
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Patient nach einer therapeutischen Abreibung mit Blättern des guandúl. Comendador, Distrikt Elias Piña, Grenzgebiet zu Haiti.
Foto: Yvonne Schaffler, 2004
Mittwoch, 23. Juni 2010, 18.30 Uhr
Vortrag (mit Lichtbildern und Videos)
Vodú? Das ist Sache der Anderen! Kreolische Glaubens und Heilpraktiken in der Dominikanischen Republik
Dr. Yvonne Schaffler, Ethnologin, Universität Wien
Während über den haitianischen vodú bereits einige Werke namhafter AutorInnen erschienen sind, sind vergleichbare Praktiken im Ostteil der Insel Hispaniola – dem Touristenparadies Dominikanische Republik – bisher kaum dokumentiert worden. Der Vortrag bietet einen Überblick über die zu Heilzwecken eingesetzten kreolischen Praktiken, die in der Dominikanischen Republik (abgesehen vom Arztbesuch) in physischen und psychischen Notlagen zur Anwendung kommen. Die Bandbreite reicht von Heilszenarien, bei denen unter Anrufung katholischer Heiliger mittels Handauflegen „gesundgebetet“ wird, über Exorzismen,
bei denen krankmachende eingedrungene Geister auf Tiere übertragen werden, bis hin zu „Besessenheitsriten“, die der Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der Balance zwischen Menschen und Geistern dienen. Trotz struktureller Ähnlichkeiten will man sich in der Dominikanischen Republik aber von der Praxis der benachbarten Nation abgrenzen, denn vodú – das ist Angelegenheit der HaitianerInnen, das ist Sache der Anderen.
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Angklung-Konzertgruppe KPA SMA 3 aus Bandung
Donnerstag, 8. Juli 2010, 19.00 Uhr
Konzert
Auftritt der Angklung-Konzertgruppe KPA SMA 3 aus Bandung, Indonesien
Museum für Völkerkunde Wien, Säulenhalle
Das Angklung ist ein traditionelles indonesisches Instrument. Es besteht als Melodieinstrument aus zwei bis vier seitlich beweglichen Klangkörpern aus Bambus, die in einem Gestell aufgehängt sind. Am unteren Ende werden die Klangkörper in Langlöchern eines Bambusrohrs geführt. Der Ton wird erzeugt, wenn man die Klangkörper seitlich schüttelt.
Für Mitglieder des Vereins für Freunde der Völkerkunde ist der Eintritt frei. Eintritt für Nichtmitglieder: € 8,-
Wir danken unserem Kooperationspartner, der Botschaft der Republik Indonesien in Wien.
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Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung
„James Cook und die Entdeckung der Südsee“
Anlässlich der großen Cook-Ausstellung bietet das Museum für Völkerkunde ein vielfältiges Rahmenprogramm an, das teilweise gemeinsam mit der Österreichisch-Südpazifischen Gesellschaft und der Gesellschaft zur Förderung der Textil-Kunst-Forschung veranstaltet wird.
Eintritt frei.
Sonntag, 16. 5. 2010, 11.00 Uhr: Videodokumentation.
Benjamin Ochse (Berlin): Ngaro Rangi Taonga Puoro. Die vergessenen Musikinstrumente der Maori
Donnerstag, 20. 5. 2010, 18.30 Uhr: Lesung
Lukas Hartmann: Bis ans Ende der Meere. Die Reise des Malers John Webber mit Captain Cook
Samstag, 29. 5. 2010, 14.00 Uhr: Vortrag und Führung*
Roswitha Zobl (Wien): Tahiti, Tonga und Hawaii – die Rindenbaststoffe der Wiener Cook-Sammlung
Sonntag, 20. 6. 2010, 14.00 Uhr: Vortrag und Führung*
Kerry Tattersall (Wien): James Cook in Australien
Mittwoch, 30. 6. 2010, 18.30 Uhr: Vortrag und Führung*
Rüdiger Wolf (Schloss Rosenau): Der Naturforscher, Schriftsteller und Freimaurer Georg Forster in Wien (1784)
Sonntag, 5. 9. 2010, 14.00 Uhr: Vortrag und Führung*
Gabriele Weiss (Wien): James Cook in Hawaii
Sonntag, 12. 9. 2010, 14.00 Uhr: Vortrag und Führung*
Christian Feest (Wien): James Cook in Nordamerika
Donnerstag, 24. 6. 2010, ganztägiges Symposium und Stephan Wurm Lecture zum Thema Klimawandel im Pazifik
(veranstaltet von der Österreichisch-Südpazifischen Gesellschaft)
Australische Botschaft, Mattiellistraße 2-4, 1040 Wien
* Teilnehmerzahl begrenzt auf 30 Personen. Anmeldung Tel. 525 24 5052 oder -5053 oder info@ethno-museum.ac.at
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SCHON MITGLIED?